„Das Auslandspraktikum hat mir Europa ein Stück näher gebracht", sagt Biologielaborant Yannic Bartsch nach einem Aufenthalt in Italien. Sein Aufenthalt wurde von dem europäischen Berufsbildungsprogramm "Leonardo da Vinci" Mobilität finanziert. "Die Leonardo-Mobilitätsprojekte ermöglichen es uns jungen Menschen, unsere beruflichen und sozialen Fähigkeiten zu erweitern", fügt Bartsch hinzu.
Aber auch die Arbeitgeber sind von diesem Bildungsprogramm angetan. Sie benötigen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sollen nicht nur eine Fremdsprache sprechen, sondern sich auch durch persönliche und interkulturelle Kompetenz auszeichnen, wie Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt erklärt.
Benannt nach dem Universalgenie der Renaissance, unterstützt und ergänzt "Leonardo da Vinci" die Berufsbildungspolitik der europäischen Länder. Neben den 27 EU-Mitgliedstaaten nehmen auch die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) Island, Liechtenstein und Norwegen teil sowie die Türkei.
Für den Zeitraum von 2007 bis 2013 stellt die Europäische Union (EU) insgesamt 1,725 Milliarden Euro bereit. Bis 2013 sollen die Zahl der Praxisaufenthalte in Europa auf 80.000 pro Jahr erhöht werden.
Die Mobilitätsprojekte stehen einem großen Teilnehmerkreis offen. Dazu gehören nicht nur Auszubildende und Berufsschüler, sondern auch Fachkräfte in der Berufsbildung oder Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Die Aufenthalte im Ausland können zwischen maximal sechs Wochen für Fachkräfte in der Berufsbildung und neun Monaten für Auszubildende dauern.
Die Teilnahme an den Mobilitätsprojekten wird durch den 2005 eingeführten Europass dokumentiert. Für die Ausstellung sind in den 31 beteiligten Ländern die Nationalen Europass Center (NEC) zuständig. Das deutsche NEC ist bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa angesiedelt. (www.europass-info.de)
Das Programm "Leonardo da Vinci" wird in Deutschland bei der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn (NA-BIBB) betreut. Die Teilnahme an Mobilitätsprojekten muss dort beantragt werden. Antragsformulare sind bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa unter www.na.bibb.de/antragstellung-mobilitaet erhältlich.