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Freiwilliger im Einsatz
Foto: Deutsche UNESCO-Kommission e. V.
Menschen verbinden und Brücken zwischen Deutschland und dem Gastland bauen: Mit diesem Ziel haben die Deutsche UNESCO-Kommission und das Auswärtige Amt im Jahr 2009 den Freiwilligendienst „kulturweit“ gegründet. Junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren erhalten die Möglichkeit, für sechs oder zwölf Monate einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie in Mittel- und Osteuropa zu absolvieren.
Jedes Jahr bietet „kulturweit“ 400 Plätze an. Interessierte können sich diesen November für einen Freiwilligendienst ab September 2011 bewerben. In der Bewerbungsphase ist hierzu ein Online - Bewerbungsportal auf der Webseite www.kulturweit.de freigeschaltet.
Bei ihrem Einsatz unterstützen die Freiwilligen primär die Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Sie arbeiten beispielsweise in Goethe-Instituten in Lateinamerika bei der Organisation von Kulturveranstaltungen oder im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit mit.
Aber auch zur Unterstützung bei der Aufbereitung archäologischer Funde im Nahen Osten oder zur Betreuung von Schülern in einer deutschen Auslandsschule in Osteuropa sucht „kulturweit“ motivierte junge Menschen. Möglich ist zudem der Einsatz bei einer UNESCO-Nationalkommission.
Während ihres Dienstes haben die Freiwilligen die Möglichkeit, sich selbst eigene Arbeitsfelder zu suchen und anspruchsvolle Tätigkeiten zu übernehmen. Neben jungen Menschen, die gerade ihr Abitur oder eine Ausbildung abgeschlossen haben, richtet sich das Programm deshalb auch explizit an Studierende oder junge Berufstätige. Spannende Stellen gibt es hierbei sowohl für Geistes- wie auch für Naturwissenschaftler.
Jeder „kulturweit“-Einsatz basiert auf dem „Freiwilligen Sozialen Jahr im Ausland“ im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes. Der Dienst wird deshalb in der Regel als Wartesemester bei der Bewerbung für einen Studienplatz anerkannt. Kriegsdienstverweigerer, die einen einjährigen „kulturweit“-Freiwilligendienst absolvieren, werden nicht zum Zivildienst herangezogen.
Alle „kulturweit“-Freiwilligen erhalten neben einem einmaligen Reisekostenzuschuss ein Taschengeld von 150 Euro und einen Zuschuss zu Kost und Logis von 200 Euro monatlich. Zusätzlich zu dieser kontinuierlichen finanziellen Unterstützung bezahlt „kulturweit“ alle notwendigen Versicherungen wie Auslandskranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie die Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland.
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"kulturweit"-Freiwillige verabschieden sich
Foto: Deutsche UNESCO-Kommission e. V.
Doch auch unabhängig von finanziellen Aspekten werden die Freiwilligen bei „kulturweit“ gut vorbereitet und betreut. So wird sichergestellt, dass alle Beteiligten einen optimalen Nutzen aus dem Dienst ziehen: Die Freiwilligen, indem sie sich in ihrer neuen, ungewohnten Umgebung schnell einleben und sich sicher sein können, bei Problemen nicht alleine gelassen zu werden. Die Einsatzstellen vor Ort profitieren, da sie durch motivierte und kompetente junge Menschen unterstützt werden, die sensibel mit ihrer besonderen Rolle als deutsche Kulturmittler umgehen.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, erwartet alle Teilnehmer ein spannendes und intensives Seminarprogramm. Hierzu gehören ein gemeinsames Vorbereitungsseminar in Deutschland und der Besuch eines Sprachkurses und eines Zwischenseminars vor Ort. Zum Abschluss ihres Freiwilligenjahres treffen sich alle Teilnehmer bei einem Nachbereitungsseminar in Deutschland, um den Einsatz gemeinsam zu evaluieren.
„kulturweit“ bietet somit allen Beteiligten ein aufregendes Jahr voller neuer Eindrücke und Freundschaften. Die Freiwilligen haben jedoch nicht nur jede Menge Spaß, sondern gewinnen auch internationale Erfahrung und stärken ihre interkulturellen Kompetenzen. Diese Eigenschaften sind zum einen essenziell zur Etablierung einer Kultur des Friedens und der gegenseitigen Verständigung. Zum anderen sind sie als Anforderungsprofil aus der heutigen Berufswelt nicht mehr wegzudenken.
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Projekt "benutze den Müll"
Foto: Anna Kamphues/Unesco
Mein Name ist Anna Kamphues. Von März bis August 2010 leistete ich einen Freiwilligendienst an der Pestalozzi-Schule in Buenos Aires, Argentinien.
Durch meinen Freiwilligendienst habe ich viele neue und spannende Themen- und Berufsbereiche kennengelernt. Dabei kam mir meine bisherige Ausbildung als Kommunikationsdesignerin sehr zugute, die ich kreativ und konzeptionell mit in meine Arbeit einfließen lassen konnte.
Im deutschen Biologieunterricht arbeitete ich zum Beispiel gemeinsam mit den Schülern der 10. Klasse an dem Projekt „Usá la Basura”, also „benutze den Müll“. In spannender Kleingruppenarbeit brachte ich den Schülern Müllvermeidung, Mülltrennung und Recycling nahe.
Die Zeit dort verging sehr schnell und ich reiste mit dem Wunsch nach Hause, ein weiteres Mal dorthin zu reisen, um bekannte Menschen und Orte wieder zu treffen - und natürlich auch das Land näher kennen zu lernen.