Sauberes Trinkwasser ist nicht im Überfluss vorhanden. Denn nur 2,5 Prozent des Wassers auf der Erde sind Süßwasser. Aber jedes Jahr gehen wertvolle Wasserspeicher verloren. Sparsamer Umgang und eine gerechte Verteilung der Ressource Wasser sind dringend geboten – auch um Konflikte oder gar Kriege um Wasser zu vermeiden.Vielen Menschen ist der jederzeit fließende Wasserhahn selbstverständlich. Ihnen ist nicht bewusst, dass die knappe Ressource Wasser nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und als Lebensmittel Nummer eins und Rohstoff unverzichtbar ist. Es ist daher dringend erforderlich, dass die gesamte Menschheit verantwortungsvoll mit Wasser umgeht."Sauberes Wasser für eine gesunde Welt" war auch das Thema des diesjährigen Weltwassertages, der mit vielen Aktionen immer alljährlich am 22. März stattfindet. Die Vereinten Nationen hatten ihn eingeführt, um daran zu erinnern, wie wertvoll Wasser und wie wichtig dessen Schutz für das Überleben von Mensch und Natur ist.
Ohne Wasser keine Entwicklung
Weltweit ist das Thema Wasser eine der größten Herausforderungen der Menschheit, die durch den Klimawandel noch bedrohlicher wird. Die Entwicklungsländer leiden besonders, denn:
- Rund eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
- Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen verschmutzten Trinkwassers.
- Zwei Milliarden Menschen haben keinen auszureichenden Zugang zu sanitären Anlagen.

Wasser ist zudem der Schlüssel zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele, um die Armut der Menschen weltweit bis zum Jahre 2015 zu halbieren. Es ist die Grundlage allen Fortschritts.
Jeden Tag sterben nach Schätzungen des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen Unicef 5.000 Kinder, weil sie kein sauberes Trinkwasser und ausreichend hygienische Bedingungen haben. Besonders in Armenvierteln, Notunterkünften und Flüchtlingslagern sind Kinder größten Gefahren ausgesetzt. Besonders Kleinkinder stecken sich leicht mit gefährlichen Durchfallerkrankungen an. Im Wasser lauern Krankheiten wie Cholera, Thyphus und Gelbsucht.
Deutschland und der Wassersektor
Deutschland verfügt über sehr viel Erfahrung im Gewässerschutz, der Trinkwasseraufbereitung und der Abwasserentsorgung und ist ein gefragter Ansprechpartner im Wassersektor weltweit.
Durch die Verbesserung ihrer Wasser- und Sanitärversorgung profitieren etwa 80 Millionen Menschen weltweit von den laufenden Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Weltweit ist Deutschland einer der drei größten bilateralen Geber im Wassersektor. Die Bundesrepublik unterstützt mit durchschnittlich 350 Millionen Euro im Jahr Programme und Projekte in diesem Bereich. Wasser ist in 28 Ländern Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, vor allem in Subsahara-Afrika, Nordafrika und im Nahen Osten. Auch das Thema "Sanitäre Grundversorgung" gehört dazu.