Der Klimawandel wird unsere Welt verändern. Das Ausmaß und die Folgen hängen nicht unwesentlich vom Menschen und seiner Lebensweise ab.
Am 7. Dezember beginnen in Kopenhagen die Verhandlungen für ein neues internationales Abkommen zum Klimaschutz. Die Weltgemeinschaft befindet sich in Verhandlungen für ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls, das 2012 ausläuft. Die Einigung über einen neuen Vertrag soll bei der Kopenhagener Klimakonferenz erreicht werden. Diese UN-Weltklimakonferenz (COP 15) soll Antworten und Vorgaben für die Reduzierung der Treibhausemissionen liefern.
Klima-Fachleute sind sich einig: Nur wenn es gelingt, schnell und einschneidend die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen, wird der weltweite Temperaturanstieg beherrschbar bleiben. Dazu gilt es, die Emissionen von Treibhausgasen international drastisch zu reduzieren. Politik und Wissenschaft mahnen: Es muss alles getan werden, um die Erwärmung der Erde auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Andernfalls sind riesige Flüchtlingsströme zu befürchten.
„Ein Misserfolg der Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Dezember würde die internationale Klimapolitik um Jahre zurückwerfen. Das können wir uns nicht leisten“, mahnte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel am 10. November in ihrer Regierungserklärung. Bundesumweltminister Norbert Röttgen unterstreicht deshalb: „Wir müssen alles tun, um die Erwärmung der Erde auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Wir brauchen ganz konkrete Entscheidungen und verbindliche Ziele, auch für die USA und China.“
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel will sich in Kopenhagen dafür einsetzen, dass wirtschaftliche Fortschritte in den Entwicklungsländern nicht durch den Klimawandel zunichte gemacht werden.
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Nachhaltig handeln: Verantwortung für künftige Generationen auch beim Klimaschutz
Foto: GFZ Potsdam
Deutschland nimmt weiterhin seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz wahr. Die Bundesregierung setzt alles daran, Kopenhagen zu einem Erfolg zu führen. Bereits im Dezember 2008 hatte das Bundeskabinett die "Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel" beschlossen. Damit hat sie einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland geschaffen.
Aber was wissen wir über das Klima? Inwieweit ist der Klimawandel ein Sicherheitsrisiko? Was ist zu tun, um die negativen Folgen für den Menschen und seinen Planeten zu reduzieren? Was kann die Politik leisten? Wie kann den armen Ländern bei der Anpassung an den Klimawandel geholfen werden?
Die Magazinbeiträge aus Politik und Wissenschaft zeigen, worum es geht. Bundesumweltminister Röttgen, Bundesentwicklungsminister Niebel und renommierte Klimawissenschaftler nehmen in dieser Ausgabe aus ihrer Sicht Stellung.