Vereinte Nationen

Tag der Vereinten Nationen: Für eine bessere Zukunft

Ein weißes Zelt und eine weiße Kunststoffkuh vor dem Bonner Rathaus
Millenniumsziele standen im Mittelpunkt
Foto: M. Ammann

Der Bonner Markplatz gehörte am Samstagmorgen nicht den Gemüse- und Obsthändlern, sondern den Mitarbeitern der Vereinten Nationen und der deutschen Entwicklungspolitik. Eine weiße Zeltstadt und eine große Unterhaltungsbühne prägten das Bild.

Die Stadt Bonn veranstaltete am 24. Oktober 2009, dem Tag der Vereinten Nationen, ein Fest auf dem Bonner Marktplatz. Das Motto lautete in diesem Jahr: „Hand in Hand für eine bessere Zukunft“. Damit wurden erneut die Millenniumentwicklungsziele der Vereinten Nationen in den Mittelpunkt gerückt. Bonn zeigte mit der Veranstaltung auch, dass die Stadt ein wichtiger Standort für die Vereinten Nationen und für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit geworden ist.

Nicht nur die Sekretariate der Vereinten Nationen präsentierten sich den Bürgerinnen und Bürgern. Auch das Bundesentwicklungsministerium und seine Durchführungsorganisationen stellten ihre Arbeit in einem eigenen Zelt zur Deutschen Entwicklungspolitik vor. Dazu zählen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW/ DEG), Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), das Institut für internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWEnt) und der Deutsche Entwicklungsdienst (DED). Sie unterhalten in Bonn  ihre Zentrale oder sind mit Außenstellen vertreten.

Kinder sitzend malend an einem TischBild vergrößern Kinder malen ihre Vorstellungen von einer besseren Welt Foto: M. Ammann

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informierten über die Arbeit der jeweiligen Organisation und beantworteten ausgiebig die zahlreichen Fragen der interessierten Besucherinnen und Besucher. Für die Jungen gab es neben Kind gerechten Informationen auch Spiel-, Bastel- und Malmöglichkeiten.

Lange Tradition

Bereits seit 1951, also sechs Jahre nach Gründung der Vereinten Nationen, wurde das erste Büro der Vereinten Nationen eingerichtet. Damals wurde ein Verbindungsbüro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Bonn eröffnet.

Mittlerweile sind 19 Organisationen, Programme und Büros der Vereinten Nationen mit derzeit über 750 Mitarbeitern vertreten. Diese Einrichtungen arbeiten in vielen verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel: Klimawandel, Artenschutz, Katastrophenvorsorge oder Gewinnung von Freiwilligen. Doch sie sind alle miteinander verbunden und leisten einen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung: den gegenwärtigen Bedarf decken ohne die Zukunft künftiger Generationen zu gefährden. Die Bekämpfung der Armut ist eine der wichtigsten Prioritäten, um nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Standort ausbauen

Blick auf das UNO-Gebäude in Bonn,Langer EugenBild vergrößern "Langer Eugen" - UN-Campus Foto: REGIERUNGonline / G. Graichen

Der weitere Ausbau des UNO-Standortes in Bonn ist auch ein ausdrücklicher Wunsch der Bundesregierung. Das teilte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnungsfeier des UN Campus in Bonn am 11. Juli 2006 mit.

Der UN Campus befindet sich im ehemaligen Abgeordnetenhochhaus, dem berühmten „Langen Eugen“. Die Einrichtung des UN Campus ist Ausdruck des verstärkten Engagements Deutschlands für die Vereinten Nationen. Dort arbeiten verschiedene Einrichtungen der Vereinten Nationen unter einem Dach wie eine Familie zusammen. Der gemeinsame Sitz eröffnet die besondere Chance, Synergieeffekte zu nutzen.

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