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Gut vorbereitet geht es zur WM
Foto: Caroline Kraas
Die Olympiasiegerin im 800-Meter-Lauf, Maria des Lurdes Mutola, aus Mosambik hat nicht mehr an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften (LA-WM) in den vergangenen Tagen in Berlin teilgenommen. Sie hatte bereits im August 2008 ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt.
Für ihr Land war sie mit ihren sportlichen Erfolgen ein Glücksfall, denn Mosambik ist ein Staat in Südostafrika, der kaum in Erscheinung tritt. Mosambik hat großartige Landschaften wie den Nationalpark Limpopo, steht damit aber im Schatten des benachbarten südafrikanischen Krüger-Nationalparks.
Es ist ein Entwicklungsland, in dem mehr als die Hälfte der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze leben. Mosambik hat aber in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Eine gezielte Förderung des leistungssportlichen Nachwuchses wäre aber kaum zu finanzieren.
Und trotzdem nahmen Athleten und Athletinnen aus Mosambik an der WM in Berlin teil: Piuza Leonor im 800-Meter-Lauf und Conto Kurt im 400-Meter-Lauf. Bei der unmittelbaren Vorbereitung in Deutschland wurden sie und Athleten aus 36 weiteren Entwicklungsländern vom Organisationskomitee und dem Auswärtigen Amt unterstützt.
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Letzte Vorbereitungen in Düsseldorf: Sprinter Idrissa Sanou/ Bukina Faso
Foto: M. Ammann
Teilweise reisten die ersten bereits bis zu drei Wochen vorher aus Nationen wie Indonesien, Südafrika oder Nicaragua an, um sich in Deutschland vorzubereiten. In sogenannten Trainingscamps wurden Sie untergebracht und versorgt, um sich in WM-Form zu bringen. Dabei wurden renommierte Stützpunkte und Sportschulen bundesweit genutzt. In Düsseldorf bereiteten sich neben Mosambik auch die Mannschaften aus Burundi, Kongo, DR Kongo, Burkina Faso sowie Madagaskar vor.
In der Sportschule Malente in Schleswig-Holstein hatte sich schon 1974 die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft vorbereitet. Dort hatten die Athleten aus Bangladesch, Indonesien, Malaysia, Nepal und Sri Lanka die Möglichkeit, die Einrichtungen zu nutzen.
Die indonesische Mannschaft ist in Schleswig-Holstein ein bekannter und gern gesehener Gast. Der Schleswig-Holsteinische Leichtathletik Verband (SHLV) unterhält schon seit einigen Jahren eine gute Beziehung zum indonesischen Leichtathletikverband und unterstützt unter anderem im Bereich Trainingslehre.
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Ein letzter Testwettkampf vor der WM
Foto: Caroline Kraas
Die Mannschaften hatten die Möglichkeit, sich auf Zeit- und Klimawechsel in Ruhe einzustellen. Außerdem standen Ihnen an den Orten die geeigneten Trainings- und Erholungseinrichtungen zur Verfügung. Zudem wurden die Athleten und Trainer auch fachlich von deutschen Experten betreut.
Insgesamt wurden in 13 deutschen Städten mehr als 100 Athleten mit ihren Betreuern von deutschen Experten unterstützt und bekamen zudem ein Kulturprogramm geboten, mit dem sie ihre Gaststädte näher kennengelernt haben.
Gefördert und finanziert wurden die Trainingscamps vom Auswärtigen Amt, das im Rahmen der „Internationalen Sportförderung“ die wachsende Teilnahme von Entwicklungsländern am Sport fördert.
Nachhaltiges Ziel der Trainingscamps ist es, durch gezielte Ausbildung der Trainer die Strukturen im Sport der jeweiligen Länder zu professionalisieren. Damit soll auf lange Zeit die Leichtathletik-Entwicklung auch international gefördert werden.
Dazu trägt auch die Ausbildung von ausländischen Trainern in der Trainerschule des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Mainz bei. Der Betreuer der Athleten aus Mosambik, Guilherme Nhamposse, war auch einst Teilnehmer eines Lehrgangs in Mainz.