Gedenktag
Schneller Einsatz für die Ärmsten
Foto: UNICEF/Asad Zaidi
Humanitäre Hilfe heißt auch, schnell vor Ort zu sein.
Viele Hilfsorganisationen und tausende Menschen helfen weltweit unter schwierigen Bedingungen in Not geratenen Menschen und geraten dabei nicht selten selbst in Gefahr. Die Vereinten Nationen möchten dies gewürdigt sehen.
Am 19. August dieses Jahres wurde deshalb weltweit erstmals der Tag der Humanitären Hilfe begangen, der die Arbeit der humanitären Hilfsorganisationen würdigt. Dabei wird insbesondere der im Einsatz ums Leben gekommenen Helferinnen und Helfer gedacht. Die Zahl der Angriffe auf humanitäre Helfer hat zugenommen. Allein im Jahr 2008 gab es 260 Fälle, bei denen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen während ihres Einsatzes getötet, entführt oder bei Überfällen schwer verletzt worden sind.
Ob Naturkatastrophen, wie beispielsweise Erdbeben oder Überschwemmungen, oder humanitäre Krisen wie im Sudan: Weltweit leisten nationale und internationale Hilfsorganisationen Überlebenshilfe für in Not geratene Menschen. Viele von ihnen sind traumatisiert oder gar verletzt und brauchen sofortige Hilfe. Dies geschieht oft unter schwierigsten Bedingungen, großen Mut und hohem persönlichen Einsatz des Hilfspersonals.
Zufluchtsorte in der Not schaffen
Deutsche Außenpolitik ist in besonderem Maße der Hilfe für Menschen in Not verpflichtet. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier: "Wir alle kennen die Bilder von Flüchtlingslagern – sei es Afghanistan oder Darfur. Sie sind letzte Zufluchtsorte für Menschen, die vor Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten geflohen sind. Dass es diese Zufluchtsorte gibt, ist Verdienst der vielen humanitären Helferinnen und Helfer, die trotz widriger Bedingungen schnell die schlimmste Not lindern. Ihnen gilt mein großer Dank und meine Anerkennung. Sie geben den Flüchtlingen ein Stück Lebensgrundlage und Hoffnung zurück."
Der Tag der Humanitären Hilfe wurde von den Vereinten Nationen im Dezember 2008 ins Leben gerufen. Er fand am 19. August dieses Jahres erstmals statt. Er ist auch eine Würdigung des selbstlosen Einsatzes vieler Helferinnen und Helfer, die dabei ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen.
Schnelle Hilfe rettet Leben
Foto: UNICEF/Noorani
Darfur: Humanitäre Helfer müssen oft Mut beweisenWenn humanitäre Hilfe schnell greift, kann weiteres Leben gerettet werden. Dadurch können Epidemien verhindert und die Grundversorgung der Flüchtlinge schnell sichergestellt werden. Ein gutes Beispiel ist die große Tsunami-Katastrophe in Südasien, bei der durch schnelles Eingreifen der Ausbruch von Krankheiten und weiteres Leid verhindert wurden. Steinmeier zeigte sich deshalb hoch erfreut, dass es mit Unterstützung des Bundestags gelungen sei, die Mittel des Auswärtigen Amts für die humanitäre Hilfe seit 2006 fast zu verdoppeln.
Für die Bundesregierung fördert das Auswärtige Amt jährlich über 300 Einzelmaßnahmen in Krisengebieten weltweit. Regionale Schwerpunkte sind die Krisen in Sudan, Somalia, Kongo, Afghanistan und den Palästinensischen Gebieten. Hinzu kommt die Hilfe nach Naturkatastrophen wie dem Erdbeben in China oder dem Zyklon in Myanmar. 2009 stehen insgesamt Mittel in Höhe von 123 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Umsetzung der humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts erfolgt durch internationale Organisationen wie dem IKRK oder UNHCR sowie die humanitären Nichtregierungsorganisationen. Deren Arbeit und das Engagement der Helfer in den Einsatzgebieten sind entscheidende Voraussetzungen für den Erfolg der deutschen humanitären Hilfe.
Kontext