Die Bundesregierung stellt für Preisträger der Initiative Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit 25 Millionen Euro bereit. Fünf deutsche Hochschulen und ihre Partner in den Entwicklungsländern erhalten zum Ausbau ihrer Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren je bis zu fünf Millionen Euro.
"Bildung ist Voraussetzung für Entwicklung und Hochschulen sind die Grundschulen der Globalisierung", so Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. "Deshalb fördern wir die Forschung für Entwicklung und die wissenschaftliche Vernetzung von Hochschulen in Entwicklungs- und Industrieländern. Gemeinsam sollen sie Exzellenzzentren für die Millenniumsentwicklungsziele werden."
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) stärken mit dem Programm Hochschulexzellenz die Entwicklungszusammenarbeit deutscher Hochschulen. Dies geschieht gemeinsam mit ihren Partnern in den Entwicklungsländern.
An der Initiative Hochschulexzellenz beteiligten sich 44 hervorragende Hochschulprojekte. Die fünf Gewinner sind die Universität Hohenheim, die Technische Universität Braunschweig, die Universität Kassel, die Fachhochschule Köln sowie die Ludwig-Maximilians-Universität München.Stellung der Entwicklungszusammenarbeit an Hochschulen stärken
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Austausch und Vernetzung stärkt Bildung und Forschung
Foto: DAAD/Michael Jordan
Die ausgezeichneten Hochschulprojekte werden sich Themen widmen, die sich auf die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen beziehen. Mit ihren Partnern greifen sie in innovativer Weise entwicklungsrelevante Fragen auf. Dies betrifft insbesondere Bereiche wie die Bekämpfung der Armut, Energie- und Wasserversorgung, Klimawandel oder die Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Durch das partnerschaftliche Netzwerk tragen sie dazu bei, dass Partnerhochschulen gestärkt und in die internationale Wissensgesellschaft eingebunden werden. Ihre Aufgabe als Ideenschmiede und Think Tank wird dadurch dauerhaft gestärkt.
Die Millenniumsentwicklungsziele
Ein Projektbeispiel
Das Projekt der TU Braunschweig hat folgendes Ziel: Es soll Experten und Entscheidungsträger in Entwicklungs- und Industrieländern in die Lage versetzen, ökologische, sozio-ökonomische und politische Veränderungsprozesse zu bewirken. Damit trägt es aktiv zum Erreichen des Millenniumsentwicklungsziels "Ökologische Nachhaltigkeit" bei.
Um dafür notwendiges Wissen und Kompetenzen aufzubauen, implementiert die TU Braunschweig mit ihren Partner- und weiteren 19 teilnehmenden Hochschulen Studien- und Weiterbildungsangebote. Alle arbeiten gemeinsam an Forschungsprojekten zum Thema "Nachhaltiges Wassermanagement". Die dabei gesammelten Ergebnisse können von Entwicklungs- und Industrieländern genutzt werden.
Die fünf deutschen Hochschulen mit ihren Partnerhochschulen:
TU Braunschweig
Partner-Hochschulen: Water Resources University, Hanoi, Vietnam, Universidad de Guadalajara, Mexico, Mutha University, Jordan
Uni Hohenheim
Partner-Hochschulen: Sokoine University of Agriculture and Technology, Tanzania, Universidad de Costa Rica, Katsetart University, Bangkok, Thailand
Uni Kassel
Partner-Hochschulen:Tata Institute of Social Sciences, India, Universidade Estaduale de Campinas, Brazil, University of Witwatersrand, South Africa, Egerton University Kenya, University of Agriculture Faisalbad, Pakistan, Universidad Autonoma de Yucatan, Mexico
FH Köln
Partner-Hochschulen: Jordan University, Jordan, Vietnam Academy for Water Ressources, Hanoi, Vietnam, Universidade Eduardo Mondlane, Maputo, Mozambique, Universida Autonoma de San Luis Potosi, Mexico
LMU München
Partner-Hochschulen: Mbeya Referral Hospital (Med Research Unit) Mbeya, Tanzania, University of Danang, Vietnam, Jimma University, Ethiopia, Universidad Catolica de Norte, Coquimbo, Chile.