Frauenrechte stärken

Trägerinnen von Entwicklung

Mädchen und Frauen sind weltweit von Armut in ihren unterschiedlichen Ausprägungen wesentlich stärker betroffen als Jungen und Männer. Vielfach sind sie gesundheitlich extrem unterversorgt, haben eine geringere Schulbildung, weniger Rechte, eine untergeordnete soziale Stellung - und sie sind Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt.

Diese Diskriminierung von Frauen und Mädchen ist in vielen Kulturen tief verwurzelt und hemmt deren Entwicklung. Überall auf der Welt werden zahllose Mädchen und Frauen Opfer von Gewalt, nur weil sie Frauen sind. Damit entsteht eine Geschlechterkluft, die Entwicklung vehement hemmt.  

Wie groß die Rolle ist, die Benachteiligung von Frauen auch heute noch spielt, zeigt die weltweite Aufteilung von Landbesitz. Auf fast allen Kontinenten stehen mindestens 75 Prozent aller verkauften Flächen unter männlichem Besitz. Dazu verdienen Frauen nach wie vor in allen Beschäftigungsgruppen deutlich weniger als Männer.

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagt dazu sehr treffend: "Frauen zu stärken heißt Entwicklung voranbringen!" Ihre Diskriminierung sei nicht nur zutiefst ungerecht und unmenschlich, sondern auch ökonomisch unvernünftig.

In vielen Ländern, besonders in den armen, entdecken Frauen und Mädchen aber immer mehr ihre starke Rolle in der Gesellschaft. Sie wollen nicht mehr übersehen werden, werden selbstbewusster, lernen sich zu behaupten, um ein Leben in Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu führen. Schließlich tragen sie die Hauptlast der Familie und sind oft bei der Ernährung und Erziehung der Kinder auf sich allein gestellt.

Sie wehren und organisieren sich gegen Benachteiligungen in Bildung und Beruf aber auch gegen Zwangsheirat, sexuelle Unterdrückung oder Genitalverstümmelung. Das erfordert nicht nur viel Mut und Kraft, sondern auch die Solidarität der Weltgemeinschaft.

Die Bundesregierung und Hilfsorganisationen wie medica mondiale, Terre des Femmes, Unicef und viele andere, kämpfen für die Gleichstellung der Geschlechter  - und die Abschaffung schädlicher Traditionen, die sogar bis zu so genannten  "Ehrenmorden" gehen. Umfang und Häufigkeit von Übergriffen gegen Frauen sind noch immer quer durch alle Gesellschaftsschichten und überall auf der Welt eine Tatsache, die nicht hinnehmbar ist.

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