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Berlin, 31. Januar 2013
Arbeitsmarkt
Jugendlichen aus der EU eine Chance aufzeigen
Foto: Ulf Dieter
Trotz des kalten Winterwetters ist der Arbeitsmarkt im Januar stabil geblieben. Als Grund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit um 300.000 gegenüber dem Vormonat sieht Bundesarbeitsministerin von der Leyen hauptsächlich saisonale Einflüsse. Bestimmte Arbeiten am Bau oder im Gartenbereich sind bei kalten Temperaturen kaum noch möglich.
Von der Leyen stellt fest: "Die Unternehmen steuern besonnen durch die Eurokrise". Wenn es keine Schocks am Arbeitsmarkt gebe, "dürfen wir 2013 mit einer spürbaren Erholung rechnen". Bei Abkühlung der Konjunktur versuchen deutsche Unternehmen die Mitarbeiter mit ihrem Wissen in den Unternehmen zu halten. Das ist nicht überall in Europa so. Besonders durch die Krise des Euro gibt es in einigen Ländern Konjunktureinbrüche und hohe Arbeitslosigkeit.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die unter 25-Jährigen. Während ihr Anteil an den Erwerbslosen in Deutschland seit Monaten um die acht Prozent beträgt, liegen die Zahlen in Griechenland und Spanien bei über 50 Prozent (gerechnet nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation ILO). Dabei ist es gerade für Jugendliche auch mental wichtig, nach der Ausbildung am besten gleich oder zumindest nach nur kurzer Unterbrechung einen guten Job zu finden.
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat die Bundeskanzlerin erklärt, es gehöre zu den Hauptaufgaben, diesen jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen und möglicherweise auch Überbrückungsmaßnahmen zu ergreifen. Deutschland möchte den Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit helfen und hat gehandelt. Wenn für eine bestimmte Stelle hierzulande keine Fachkraft zu gewinnen ist, findet sich vielleicht eine im EU-Ausland, die derzeit keinen Job hat. Dafür können die Jugendlichen Unterstützung bekommen. Aus dem Programm „MobiPro-EU“ gibt es Geld während eines Praktikums oder einer Berufsausbildung in Deutschland. Kosten für das Anerkennungsverfahren in gesuchten Berufen können übernommen werden. Als Haupthindernis, in Deutschland eine Arbeit aufzunehmen, erweist sich häufig die Sprache. Deshalb lassen sich aus dem Programm sogar Kosten für Sprachkurse im Heimatland finanzieren. Für das Programm stehen bis 2016 bis zu 140 Millionen Euro zur Verfügung.
