Mittwoch, 20. Januar 2010
Mehr Geld für kulturelle Bildung
Die Bundesregierung plant, den Kulturhaushalt auch in diesem Jahr zu erhöhen. Zusätzliche Investitionen sind vor allem in der kulturellen Bildung sowie zur Erhaltung des kulturellen Erbes vorgesehen.
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Kulturvermittlung stärker fördern
Foto: Nihad Nino Pusija
Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation sei die Erhöhung des Kulturhaushalts ein wichtiges Signal für Länder und Kommunen. „Mit Einschnitten bei den Kulturetats saniert man keine Haushalte“, betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Haushaltsdebatte des Bundestages.
Insgesamt sieht der Kulturhaushalt 2010 Ausgaben von rund 1,2 Milliarden Euro vor. Das sind rund 17 Millionen Euro oder 1,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Profitieren sollen von der Erhöhung vor allem Einrichtungen und Projekte, die sich der kulturellen Vermittlungsarbeit widmen.
Kulturelle Bildung steht deshalb auch im Mittelpunkt der geförderten Projekte während des Kulturhauptstadtjahres in Essen und dem Ruhrgebiet. Weitere Vorhaben in diesem Bereich – zum Beispiel der Stiftung Genshagen oder der Initiative „Ein Netz für Kinder“ – sollen fortgesetzt und finanziell besser ausgestattet werden.
Kultur für kommende Generationen erhalten
Zusätzliche Mittel sind auch für die Erhaltung des kulturellen Erbes vorgesehen. „Auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise gilt: Kulturförderung ist keine Subvention, sondern eine unverzichtbare Investition in die Zukunft“, ist Kulturstaatsminister Neumann überzeugt.
Im Kulturhaushalt 2010 sind Ausgaben für weitere Maßnahmen geplant. So soll auch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mehr Geld erhalten. Sie steht angesichts der ständig steigenden Besucherzahlen in ihren Häusern auf der Berliner Museumsinsel vor neuen Herausforderungen.
