Mittwoch, 12. Dezember 2012
Asyl
Staatsministerin Böhmer besucht Berliner Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber
Staatsministerin Maria Böhmer hat sich einen persönlichen Eindruck von der Berliner Erstaufnahmeunterkunft für Asylbewerber gemacht. Sie besuchte die Einrichtung in der Motard-Straße in Berlin-Siemensstadt und sprach dabei mit einer dort untergebrachten Familie.
Bei einem Gespräch mit dem Betreiber, der Arbeiterwohlfahrt (AWO), und der Leitung erfuhr die Staatsministerin Näheres über die Einrichtung. Sie dient dem Land Berlin seit 1996 als Erstaufnahmeunterkunft. Von dort aus werden die Asylbewerber oft schon nach einer Nacht in andere Bundesländer oder andere Berliner Heime verlegt. Die meisten Bewohner verlassen das Haus innerhalb von drei Monaten. Obwohl Land und Betreiber aufgrund baulicher Mängel schon seit dem Jahr 2010 die Schließung der Einrichtung planen, wird das Heim aufgrund der anhaltend hohen Zuwandererzahlen noch immer benötigt.
Ein Rundgang durch die Unterkunft vermittelte Staatsministerin Böhmer einen intensiven Eindruck vom täglichen Leben der Bewohnerinnen und Bewohner: von den Küchen und Sanitärräumen, der Kinderbetreuung und der Beratung in medizinischen und rechtlichen Fragen.
Begleitet wurde die Staatsministerin von Freifrau von Schenck zu Schweinsberg, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Berliner Sozialsenatorin Dilek Kolat.
