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Tatjana Forner

Portrait Tatjana FornerBild vergrößern Portrait Tatjana Forner Foto: REGIERUNGonline/Eckel

Tatjana Forner ist in Lettland geboren, in Moskau aufgewachsen und lebt seit 1969 in Berlin.

Sie studierte Chemie an der Moskauer Lomonossow-Universität, in den achtziger Jahren Soziologie und Philosophie an der Humboldt-Universität.

Sie arbeitete als wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeiterin an der Sektion Chemie der Humboldt-Universität, später freiberuflich als wissenschaftliche Übersetzerin, Dolmetscherin, Lehrbuchautorin und Lehrbeauftragte an der HU.

1988 gründet sie in Ostberlin eine Initiativgruppe, aus der im gleichen Jahr der Club Dialog hervorging – als Interessenvertretung von damals 3.500 in Ostberlin lebenden Sowjetbürgern.

Neben der ehrenamtlichen sozialen und kulturellen Arbeit im Verein von 1989 -1990 beteiligt sie sich in der Wendezeit als Vertreterin des neu gegründeten Unabhängigen Frauenverbandes am Runden Tisch der DDR in den Arbeitsgruppen „Auslandsfragen“ und „Neue Verfassung“. Sie arbeitet bis zur Vereinigung in Expertengruppen der ersten Ausländerbeauftragten der DDR, Almuth Berger mit.

1992 gehört sie zu den Mitbegründern des Verbandes der Initiativgruppen in der Ausländerarbeit  Berlin und Brandenburg (VIA e.V.), jetzt: Verband der Interkulturellen Arbeit. In diesem Rahmen war sie maßgeblich beteiligt an der Konzeption und fachlichen Begleitung von Projekten von VIA wie AKAM (Aids- und Gesundheitsberatung für Migranten), ABC-Integration u.a.

Zu Beginn der 90er Jahre initiierte sie neue Formen des deutsch-russischen kulturellen Dialogs und begann mit dem systematischen Aufbau einer Infrastruktur zur Förderung der Integration für russischsprachige Migranten und Aussiedler, die sich auf die Konzipierung einer Vielzahl von Projekten in Bereichen wie Beratung und Betreuung, Jugend- und Erwachsenenbildung, Frauenförderung und Jugendarbeit gründet. In diesem Rahmen haben Berufsorientierung- und -beratung eine besondere Bedeutung.

Tatjana Forner arbeitete neben ihrer Vereinstätigkeit an verschiedenen soziologischen Studien und Untersuchungen mit; sie beteiligt sich u.a. als Referentin bei verschiedenen Stiftungen, an der Berliner Polizeischule, an Veranstaltungen usw. Club Dialog ist Mitglied des Fördervereins der Werkstatt der Kulturen e.V. und Gründermitglied des Migrationsrates Berlin-Brandenburg.

2003 wurde Tatjana Forner in den Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen gewählt und übernahm ab zweiter Wahlperiode die Funktion der Sprecherin der AG Partizipation.

2000 erhielt sie von Bundespräsidenten Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz, 2005 bekam sie Jahrespreis 2005 der Helga und Edzard Reuter Stiftung.

2003 erhielt der Verein, vertreten durch Tatjana Forner, den Preis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz.

2008 verlieh ihr die russische Regierung den Lomonossow-Orden für die Förderung kultureller Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.