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Montag, 7. September 2009

Medienausstellung des Medienforums Berlin

„20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

Die friedliche Revolution der Bürgerinnen und Bürger der DDR, die sich gegen das SED-Regime erfolgreich auflehnten und mutig für Recht, Freiheit und Demokratie kämpften, jährt sich im Herbst zum zwanzigsten Mal.

Gerade in Berlin ist es wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte der DDR-Diktatur auseinander setzen. Für die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung ist der Jahrestag eine gute Gelegenheit, die Medienausstellung im Medienforum Berlins zum Thema „20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ zu eröffnen.

Die Ausstellung bietet umfangreiche, aktuelle und ausleihbare Literatur, Medien und Unterrichtsmaterialien zur Friedlichen Revolution 1989/90 und zur Geschichte der DDR für die Fächer Politikwissenschaft, Geschichte und Deutsch. Darüber hinaus zeigt das Medienforum die Plakatausstellung „20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ der Stiftung Aufarbeitung.

Zielgruppe der Ausstellung sind vor allem Lehrerinnen und Lehrer, Referendarinnen und Referendare, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II sowie Studierende. Zahlreiche Fotos, Filme und Bücher des Medienforums berichten vom Alltag in der DDR, vom Mauerbau, vom Leben mit der Mauer, von Widerstand, Staatssicherheit, Opposition, Verfolgung, von der Literatur in der DDR, vom Ost-West-Verhältnis und über die Zeit nach der Wende.

Wesentliche Beiträge beziehen sich auf die Wahlfälschung im Mai 1989, die Ausreise und Flucht der Ostdeutschen über die österreichisch-ungarische Grenze sowie die wachsende Unzufriedenheit mit den gesellschaftlichen und sozialen Verhältnissen. Ebenso wird in der Ausstellung der historische Prozess des Zerfalls der DDR aufgezeigt. Dazu zählt die Friedensbewegung, die nach Veränderung des Staates und nach Freiheit und Demokratie strebte.

Unter anderem kam es in Leipzig, Dresden, Magdeburg und in vielen anderen Städten zu großen, aber friedlichen Demonstrationen, denen sich mehr und mehr Bürgerinnen und Bürger anschlossen, um gegen die bestehenden Verhältnisse zu protestieren. Infolgedessen verlor die SED an Macht und Einfluss. Es formierten sich verschiedenste Oppositionsgruppen voller Hoffnung auf mehr Demokratie, Gerechtigkeit, Frieden und mehr Transparenz in der Öffentlichkeit. Bei der Kundgebung am Alexanderplatz im Herbst 1989 forderten Tausende von Menschen Reformen in der DDR. Die unfassbare Meldung des freien Grenzübertritts  vom 9. November erreichte in kürzester Zeit die gesamte Weltöffentlichkeit. Die Menschen setzten sich in Ost und West in Bewegung. Auf den Straßen fielen sich voller Freude Angehörige und Fremde in die Arme.

Bildlich werden in der Ausstellung die ersten Schritte zum Einigungsvertrag und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag aufgezeigt sowie der Annäherungsprozess, der von heftigen Auseinandersetzungen der Beteiligten begleitet wurde. Die Ausstellung möchte über das wichtigste historische Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte informieren und das Interesse an zwanzig Jahren Mauerfall und Deutscher Einheit wecken. Die Ausstellung wird begleitet durch Hinweise für die Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht im künstlerisch-ästhetischen Bereich, in den Fächern Deutsch, Sport, Geschichte und Politik.

Lehrkräfte erfahren, welche Medien und welche Literatur für den Unterricht zum Einsatz kommen könnten und welche Institutionen Angebote vorhalten. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Schwerpunktthemen für die jeweiligen Jahrgänge relevant sind und welche Literatur empfohlen wird.

Weiterhin gibt es Hinweise auf außerschulische Lernorte wie Museen und Gedenkstätten in der Region Berlin-Brandenburg, die an das Thema der SED-Diktatur und die Friedliche Revolution erinnern und vor allem Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit bieten, sich forschend dem Thema DDR-Diktatur zu nähern. Hinweise auf Seminare, unter anderem in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, runden die Informationen ab, mit denen sich Schülerinnen und Schüler zusammen mit Gedenkstättenlehrern zum Thema DDR-Diktatur und Friedliche Revolution auf ihre Prüfungen im Rahmen des Abiturs vorbereiten können.

Die Medienausstellung des Medienforums Berlin „20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ wird unterstützt vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin, der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, dem Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


Medienforum
Seydelstraße 5
10117 Mitte, Berlin
030 90266528
Informationen zur Ausstellung (PDF)