Donnerstag, 4. April 2013
Abrüstung
Welttag der Minenaufklärung
Trotz weltweiter Fortschritte in der Minenbekämpfung fordern Landminen und Blindgänger immer noch zahlreiche Opfer. Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung und unterstützt Aufklärungskampagnen über die unsichtbare Gefahr.
Suche und Beseitigung von Landminen in Afghanistan
Foto: UN Photo/Jawad Jalali
"Minen und Streumunition gefährden weltweit immer noch viel zu viele Menschen", erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle zum Internationalen Tag der Aufklärung über Minengefahren. Die Gefahr durch diese Waffen müsse reduziert und der Schutz der Menschen verbessert werden.
Deshalb trete Deutschland dafür ein, dass sich weitere Staaten den internationalen Abkommen gegen Antipersonenminen und Streumunition anschließen. "Außerdem werden wir das humanitäre Minenräumen in diesem Jahr erneut mit 20 Millionen Euro unterstützen", kündigte Westerwelle an.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 4. April zum Internationalen Tag für die Aufklärung über Minengefahr und die Unterstützung von Antiminenprogrammen erklärt. Dieser Tag soll uns für die Bedrohung durch Landminen und Fortschritte bei deren Beseitigung sensibilisieren.
Das deutsche Engagement
Seit Mitte der 90er Jahre setzt sich die Bundesregierung auf politischer Ebene mit Nachdruck für ein Verbot von Antipersonenminen ein.
Von 1992 bis heute wurden Projekte in 42 Ländern mit über 220 Millionen Euro gefördert. Allein 2012 unterstützte das Auswärtige Amt Minen- und Kampfmittel-Räumprojekte in 24 Ländern mit 18,3 Millionen Euro. Die Bundesregierung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Problems.
