Navigation und Service

Inhalt

Donnerstag, 28. März 2013

Erwerbstätigkeit

Arbeitsmarkt trotzt hartem Winter

Die Erwerbstätigkeit ist leicht gestiegen und die Arbeitslosigkeit gesunken. Die Frühjahrsbelebung des Arbeitsmarktes setzt verhalten ein.

Ein Passant geht am Schaufenster des Jobcenters der Bundesanstalt für Arbeit entlang. Positiver Trend: Die Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen Foto: picture alliance / dpa

Im Februar 2013 waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 41,4 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Das sind 20.000 mehr als im Januar und 284.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat im Januar gegenüber dem Vorjahr um 395.000 auf 28,97 Millionen Personen zugenommen.

In den meisten Bundesländern und in den meisten Branchen sind mehr Menschen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Mehr Jobs gab es vor allem bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Deutscher Arbeitsmarkt stabil

"Der deutsche Arbeitsmarkt ist weiter robust und grundstabil. Er trotzt den Unsicherheiten im Euroraum, den internationalen Konjunkturrisiken und im Grundsatz auch dem harten Winter", so Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen.

Die Frühjahrsbelebung bleibe zwar witterungsbedingt leicht hinter der üblichen Dynamik zurück. Aber die zuletzt wieder besser in Fahrt gekommene Konjunktur bringe positive Signale für den weiteren Jahresverlauf, sagte sie.

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler schätzte die Entwicklung des Arbeitsmarktes positiv ein: "Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist gut in Form. Insgesamt hat sich die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Verbrauchern in den letzten Monaten spürbar aufgehellt. Die deutsche Wirtschaft steht an der Schwelle zur Erholung. Diese wird im Frühjahr einsetzen und während des Jahres weiter an Fahrt gewinnen. Die positiven Trends am Arbeitsmarkt werden sich deshalb fortsetzen."

Arbeitslosenquote gesunken

Im März waren 3.098.000 Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum Februar ist die Zahl der Arbeitslosen um 58.000 gesunken. Das ist auf die beginnende Frühjahrsbelebung zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 70.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,3 Prozent und ist somit um 0,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Insgesamt zeigt sich: Der Arbeitsmarkt bleibt solide.

Die Märzwerte zum Arbeitsmarkt seit Einführung des SGB II (Hartz IV) in 2005.

Mehr Kurzarbeit

Wenn Betriebe ihre Fachkräfte nicht entlassen wollen, aber zu wenig Aufträge haben, können sie bei der Bundesagentur für Arbeit den voraussichtlichen Arbeitszeitausfall anzeigen. Dies gilt als Frühindikator für die künftige Inanspruchnahme von Kurzarbeit.

Im Januar wurde an 89.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld bezahlt. Das waren 15.000 mehr als im Vormonat und 7.000 mehr als vor einem Jahr. Die Bundesagentur für Arbeit schätzt, dass für März für rund 30.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt wurde. Das wären rund 13.000 weniger als im Februar.

Arbeitsplätze in technischen Berufen zu besetzen

Im März waren bei der Bundesagentur für Arbeit 444.000 freie Arbeitsstellen gemeldet. Die Nachfrage bleibt auf hohem Niveau. In den gewerblich-technischen Berufen werden vor allem Mechatroniker, Fachleute in den Bereichen Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbauer gesucht.