Freitag, 15. März 2013
Energiewende
Erneuerbare Energien auf Wachstumskurs
Der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Verbrauch von Strom, Wärme und Kraftstoffen betrug 2012 in Deutschland 12,6 Prozent. Er hat damit gegenüber 2011 um 0,5 Prozentpunkte zugenommen. Mit diesem Ergebnis ist Deutschland weiter auf gutem Weg, seine energiepolitischen Ziele zu erreichen.
Biogasanlagen haben ihren Anteil an der Produktion erneuerbaren Stroms ausgebaut
Foto: Burkhard Peter
Der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Strom, Wärme/Kälte und Mobilität soll 18 Prozent im Jahr 2020 betragen. 30 Prozent im Jahr 2030 und 60 Prozent im Jahr 2050 - so der Beschluss der Bundesregierung.
Für den Verbrauch von Strom gilt: Bis spätestens 2020 sollen mindestens 35 Prozent und bis spätestens 2050 mindestens 80 Prozent erreicht werden. Dies ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesetzlich verankert.
Endenergie ist die Energie, die in das Stromnetz eingespeist wird. Man gewinnt sie, indem man Primärenergie umwandelt. Als Primärenergie wird die Energie von in der Natur vorkommenden Energiequellen, wie Erdgas, Kohle, Wind oder Sonne, bezeichnet. Bei der Umwandlung von Primärenergie in Endenergie können Verluste auftreten, woraus sich unterschiedliche Zahlenangaben in Statistiken ergeben. Beispiele dafür sind:
- Erdgas oder Holzpellets für Heizungsanlagen
- Heizwärme aus einem Fernwärmenetzanschluss für die Hausheizung
- Wärmeenergie aus einem Sonnenkollektor für die Warmwasserbereitung
- Biogas aus einer Biogasanlage für Heizungsanlagen
Positive Entwicklung bei Strom und Wärme
Der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch stieg im vergangenen Jahr auf 22,9 Prozent (2011: 20,5 Prozent). Besonderen Anteil daran hatten Photovoltaik- und Biogasanlagen sowie Strom aus Wasserkraft. Bei Windenergieanlagen ging die Stromerzeugung leicht zurück. Trotz eines deutlichen Ausbaus von Anlagen wurde witterungsbedingt weniger Strom erzeugt.
2012 stieg die Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien auf 144 Milliarden Kilowattstunden (kWh) (2011: 134 kWh). Dafür sorgten der Bau neuer Anlagen und der temperaturbedingt hohe Wärmeverbrauch. So hat sich der prozentuale Anteil erneuerbarer Wärme am Gesamtverbrauch nicht verändert - er liegt wie 2011 bei 10,4 Prozent. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Wärmebereitstellung stagnierte damit im dritten Jahr in Folge.
Geringere Treibhausgasemissionen
Rund 146 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen konnten 2012 durch Erneuerbare Energien in Deutschland vermieden werden. Der größte Anteil mit rund 81 Millionen Tonnen geht auf die EEG-vergütete Stromerzeugung zurück und 40 Millionen Tonnen auf erneuerbare Wärme.
Die Umsätze aus dem Betrieb von Anlagen, die Erneuerbarer Energien nutzen, stiegen gegenüber dem Jahr 2011 um rund 5 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro.
Erneuerbare Energie in Zahlen: Regelmäßig im I. Quartal legt das Bundesumweltministerium die vorläufigen Zahlen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien für das Vorjahr vor. Diese Daten basieren auf den Ergebnissen der Arbeit der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat).
Detaillierte Informationen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, einschließlich einer Vielzahl weiterer Informationen zu den erneuerbaren Energien finden sich im Internet auf der BMU-Themenseite Erneuerbare Energien.
