Montag, 4. März 2013
Neues Forschungsforum
Gemeinsam für die Energiewende
"Alle Akteure, die wichtigsten Köpfe und besten Ideen gehören an einen Tisch" - mit diesen Worten eröffnete Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die neue Nationale Dialogplattform "Forschungsforum Energiewende". Damit sollen Forschungsaktivitäten besser gebündelt werden.
Die neue Dialogplattform hilft, Forschungsaktivitäten künftig besser zu koordinieren
Foto: BMU / Rupert Oberhaeuser
Mehr als 180 Hochschulen sowie 120 Forschungszentren und -institute forschen in Deutschland zum Thema Energiewende. Um die Aktivitäten künftig besser zu koordinieren, rief die Ministerin in Berlin zusammen mit Vertretern der Wissenschaftsakademien die neue nationale Dialogplattform "Forschungsforum Energiewende" ins Leben.
Forschung - Motor der Energiewende
"Es geht darum, bestehende Aktivitäten und neue Pläne zu bündeln, das Wissen allen zur Verfügung zu stellen und so neue Herausforderungen nicht nur rechtzeitig zu erkennen, sondern auch schnell darauf zu reagieren", so die Ministerin. Denn die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hatte in ihrem Jahresgutachten darauf hingewiesen, dass sich verschiedene Initiativen zur Förderung der Energieforschung teilweise überschneiden. Mithilfe der neuen Forschungsplattform soll dies verbessert werden.
Auch Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), bezeichnete die Form der Kooperation als einzigartig. "Wir werden als Akademien unsere Expertise bündeln, um Umsetzungsoptionen für den sicheren, bezahlbaren und umweltverträglichen Umbau der Energieversorgung aufzuzeigen", erklärte er.
Drei thematische Eckpfeiler
Die Nationale Forschungsplattform besteht aus drei Teilen: Das Projekt "Energiesysteme der Zukunft", das von der Wissenschaft selbst getragen wird, das "Forschungsforum Energiewende", das die Partner aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt, sowie ein Koordinierungskreis der großen Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Neben Fragen der technologischen Machbarkeit sollen unter anderem auch ökonomische und rechtliche Belange behandelt werden.
Die drei Eckpfeiler der neuen Forschungsplattform im Einzelnen:
1) "Energiesysteme der Zukunft"
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereiten ihr Wissen zu Energiethemen auf, arbeiten Energieszenarien aus und identifizieren neue Forschungsthemen.
2) "Forschungsforum Energiewende"
Alle Akteure der Energiewende kommen hier mit der Forschung zusammen: hochrangige Partner aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Moderation und Koordination übernimmt das BMBF gemeinsam mit dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesumweltministerium.
3) "Koordinierungskreis"
Vertreter großer Forschungseinrichtungen und der Hochschulen, beispielsweise der Hochschulrektorenkonferenz oder der Deutsche Forschungsgemeinschaft, treffen sich - gemeinsames Ziel: in eigener Verantwortung werden wissenschaftliche Schwerpunkte in der Energieforschung erarbeitet.
Die große Vielfalt und das Know-how in der Energieforschung in Deutschland zeigt sich auf der Landkarte der Energieforschung. Diese ist auf der Homepage des BMBF abrufbar. Aus ihr geht hervor, welche außeruniversitären Forschungseinrichtungen und welche Hochschulen (also Universitäten und Fachhochschulen) in Deutschland zum Thema "Energie" forschen.
