Mittwoch, 27. Februar 2013
Wissenschaftsjahr 2013
Den Wandel verstehen und gestalten
"Wir leben länger. Wir werden weniger. Wir werden vielfältiger." So lautet das Motto des "Wissenschaftsjahres 2013 - Die demografische Chance", das Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in Berlin eröffnet hat.
"Mit dem Wissenschaftsjahr 2013 möchten wir die Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion mit einbeziehen und dazu anregen, sich mit diesem gesellschaftlichen Zukunftsthema zu beschäftigen", so Wanka. "Es liegt an uns, wie wir morgen lernen, arbeiten und wohnen werden."
Zugleich gab die Ministerin den Startschuss für die Ausstellung "Zukunft leben: Die demografische Chance". Hier können Besucherinnen und Besucher Ergebnisse und Lösungsvorschläge aus der Forschung kennenlernen. Nach Berlin wird diese Ausstellung in den nächsten Monaten in Mainz, Dresden, Bochum, Bremerhaven und München zu sehen sein.
Seit dem Jahr 2000 fördern die Wissenschaftsjahre den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft. Jeder soll darüber informiert sein, was die Wissenschaft zu verschiedenen Themen schon erforscht hat. Und jeder soll sehen, was man davon in seinem eigenen Leben anwenden kann.
Deutschland altert
Im Jahr 2030 wird rund die Hälfte der Menschen in Deutschland älter als 50 Jahre sein. Eine Herausforderung für Staat, Bürger und Gesellschaft. Jüngere Menschen müssen sich auf einen Wandel in der Arbeitswelt einstellen. Ältere Menschen werden eine neue Rolle in Familie und Gesellschaft einnehmen. Jedes vierte Mädchen, das heute geboren wird, hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren.
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Logo zum Wissenschaftsjahr 2013
Foto: BMBF
Viele Fragen zur Zukunft
Das Wissenschaftsjahr nimmt Untersuchungs- und Lösungsansätze in den Blick, die dazu beitragen können, den demografischen Wandel zu verstehen und zu gestalten.
Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:
- Wir leben länger – was machen wir mit den gewonnenen Jahren?
- Wie alt ist "alt"?
Wie bleiben wir lange gesund?
- Wir werden weniger – wie können wir unseren Wohlstand erhalten?
- Bekommen wir Probleme, wenn wir weiter so niedrige Geburtenraten haben?
- Wie können wir in Zukunft vernünftig die Lebensarbeitszeit verändern?
- Wir werden vielfältiger – wie gehen wir mit mehr kultureller Vielfalt in unserer Gesellschaft um?
- Wie gestalten wir das neue Miteinander?
- Wie läuft das altersübergreifende Miteinander außerhalb der Familie?
Regionale Veranstaltungen und Wettbewerbe
Das Wissenschaftsjahr bietet Bürgerinnen und Bürgern viele Möglichkeiten, sich über den demografischen Wandel zu informieren. In ganz Deutschland finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
So können Interessierte beispielsweise Spitzenforschern vor Ort über die Schultern schauen und mit ihnen diskutieren. Lehrer können Wissenschaftler zu einem Besuch in die Schule einladen. Zudem macht das Ausstellungsschiff des Wissenschaftsjahres in 38 Städten Station.
Die bisherigen Wissenschaftsjahre im Überblick:
2000: Jahr der Physik
2001: Jahr der Lebenswissenschaften
2002: Jahr der Geowissenschaften
2003: Jahr der Chemie
2004: Jahr der Technik
2005: Einsteinjahr
2006: Informatikjahr
2007: Jahr der Geisteswissenschaften
2008: Jahr der Mathematik
2009: Forschungsexpedition Deutschland
2010: Die Zukunft der Energie
2011: Forschung für unsere Gesundheit
2012: Zukunftsprojekt Erde
