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Mittwoch, 30. Januar 2013

Kabinett

Faire Chancen für Kinder und Jugendliche

Junge Menschen müssen in jeder Lebensphase angemessen gefördert werden. Zu diesem Schluss kommt der 14. Kinder- und Jugendbericht. Er untersucht die Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

 Jugendliche mit einer Weltkugel Bildung ist der Schlüssel für faire Chancen Foto: photothek.net/Imo

Der von einer unabhängigen Sachverständigenkommission erstellte Bericht enthält Vorschläge zur Gestaltung der Kinder- und Jugendpolitik sowie zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Das Kabinett hat den Bericht und die Stellungnahme der Bundesregierung verabschiedet.

Familie – der wichtigste Ort für Erziehung und Förderung

"Wir wollen jedem Mädchen und jedem Jungen faire Chancen verschaffen", erklärte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Dazu brauchen wir gute Bildung für alle Kinder sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Familie ist der wichtigste Ort für Erziehung, Bildung und frühe Förderung. Aufgabe der Politik ist es, Familien mit öffentlichen Angeboten und Leistungen dabei zu unterstützen, Zeit für Verantwortung und Fürsorge zu finden, öffentliche Bildungsangebote bereit zu stellen und die Betreuung von Kindern zu ermöglichen."

Ausgewählte Ergebnisse der Sachverständigenkommission sind:

  • Private und öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen müssen Hand in Hand gehen. Die Familie ist der erste Ort für frühe Bildung und Erziehung. Aufgabe des Staats ist es, positive Rahmenbedingungen für Familien und Eltern zu schaffen.
  • Bildung ist der Schlüssel für faire Chancen von Kindern und Jugendlichen. Dabei ist frühkindliche Bildung entscheidend für einen guten Start in einen erfolgreichen Bildungsweg. Und: Bildung muss auch soziale Fähigkeiten und lebensnahe Alltagskompetenzen vermitteln.
  • Eine zeitgemäße Kinder- und Jugendnetzpolitik soll Eltern dabei unterstützen, Kinder und Jugendliche zu mündigen Nutzern der Neuen Medien zu machen.

Kinder- und Jugendpolitik bestätigt

Der 14. Kinder- und Jugendbericht bestätigt im Wesentlichen die Kinder- und Jugendpolitik der Bundesregierung. Zahlreiche Maßnahmen haben in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen für das Aufwachsen in Deutschland verbessert.

So hilft der Bund zum Beispiel mit insgesamt 5,4 Milliarden Euro beim Ausbau der Kinderbetreuung und investiert in die Qualität frühkindlicher Bildung. Die "Frühen Hilfen" unterstützen Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern in schwierigen Lebenslagen, auch durch den Einsatz von Familienhebammen. Der neue Bundesfreiwilligendienst trägt wie auch die Jugendfreiwilligendienste zur Vermittlung sozialer Kompetenzen bei.

Die Bundesregierung will die Entwicklung einer eigenständigen Jugendpolitik weiter vorantreiben. In der geplanten "Allianz für Jugend" sollen neben Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien auch Jugendliche selbst vertreten sein.

Die Bundesregierung legt dem Bundestag und dem Bundesrat in jeder Legislaturperiode einen Bericht über die Lebenssituation junger Menschen vor. Neben Bestandsaufnahme und Analyse enthalten die Berichte Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Unter dem Motto "Kinder- und Jugendhilfe in neuer Verantwortung" beschreibt die Kommission im 14. Kinder- und Jugendbericht Eckpunkte, wie Eltern in zunehmendem Maß durch öffentliche Angebote unterstützt werden können.