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»Kunst und Kultur sind der Zukunftsmotor unserer Gesellschaft«

Staatsminister Bernd Neumann

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Freitag, 25. Januar 2013

Filmförderung

Deutscher Filmförderfonds erfolgreicher denn je

Rekord beim Deutschen Filmförderfonds: 2012 hat er so viele Produktionen wie noch nie unterstützt. In diesem Jahr stehen für den Fonds zehn Millionen Euro mehr zur Verfügung.

Szenenbild aus dem Film 'Der Geschmack von Apfelkernen' Gefördert: Romanverfilmung "Der Geschmack von Apfelkernen" Foto: © 2013 Concorde Filmverleih GmbH / Fotograf: Gordon A. Timpen

Im vergangenen Jahr erhielten insgesamt 115 Produktionen Fördermittel aus dem Fonds – so viele wie nie zuvor. 80 Spielfilme, 32 Dokumentarfilme und drei Animationsfilme wurden mit insgesamt 60 Millionen Euro gefördert, darunter 40 internationale Koproduktionen.

Das führte zu Folgeinvestitionen alleine in Deutschland in Höhe von 352 Millionen Euro. Damit investierten deutsche und internationale Produzenten erneut rund das Sechsfache der staatlichen Zuschüsse in die deutsche Filmwirtschaft.

Filme aller Sparten

Mit knapp 50 Millionen Euro entfiel der größte Förderposten auf die Spielfilmsparte. Unter den geförderten Filmen ist die deutsch-französische Großproduktion "Die Schöne und das Biest", eine im Studio Babelsberg hergestellte Neuverfilmung des französischen Volksmärchens. Außerdem "Der Geschmack von Apfelkernen" und die Verfilmung des gleichnamigen John-Le-Carré-Thrillers "Marionetten". Fördermittel gab es auch für Michael "Bully" Herbigs neue Komödie Buddy und den Kinderfilm "Pettersson & Findus".

Sieben Millionen Euro kamen Animationsfilmen zugute wie dem 3-D-Film "Tarzan". Mit weiteren 2,2 Millionen Euro wurden Dokumentarfilme gefördert, unter anderem "Beltracchi – Die Kunst der Fälschung" und "Paralympics".

Auf 70 Millionen Euro erhöht

"Die beeindruckende Jahresbilanz des Deutschen Filmförderfonds zeigt erneut, wie sehr sich dieses Finanzierungsinstrument als wesentliche und nachhaltige Säule der Filmproduktion in Deutschland etabliert hat", erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

Die rege Nachfrage nach Fördermitteln mache deutlich, wie wichtig die aktuelle Erhöhung für die Branche sei. 2013 stehen insgesamt 70 Millionen Euro für den Fonds zur Verfügung. Das sind zehn Millionen Euro mehr als in den Vorjahren.

Bis Ende 2015 verlängert

Der große Erfolg des Deutschen Filmförderfonds hat auch dazu geführt, dass die Bundesregierung den Fonds um weitere drei Jahre bis Ende 2015 verlängert hat. Gleichzeitig wurden die Richtlinien überarbeitet.

Künftig müssen von geförderten Filmen auch barrierefreie Fassungen für seh- und hörbehinderte Menschen hergestellt werden. Außerdem wurde die Mindestkopienzahl erhöht, um eine bessere Auswertung auf der Kinoleinwand zu gewährleisten.

Im Eigenschaftstest für Spielfilme finden virtuelle Dreharbeiten stärkere Berücksichtigung. Dadurch wird der wachsenden Bedeutung von visuellen Effekten Rechnung getragen und die deutsche Visual-Effects-Branche gestärkt.

Seit seiner Einrichtung im Januar 2007 förderte der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) 642 Filmproduktionen mit insgesamt 356 Millionen Euro. Im Laufe von sechs Jahren bewirkten sie Folgeinvestitionen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro, davon allein 2,1 Milliarden Euro in Deutschland. Erstattet werden bis zu 20 Prozent der Produktionskosten, die in Deutschland ausgegeben werden. Neben Großproduktionen werden auch kleinere und mittlere Projekte gefördert.

Ziele der Maßnahme sind die Stärkung des Filmstandorts Deutschland sowie die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Qualität deutscher Filme. Der DFFF ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell erfolgreich. Viele der geförderten Produktionen wurden mit nationalen und internationalen Filmpreisen ausgezeichnet.