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Donnerstag, 24. Januar 2013

Erneuerbare Energien

Energiewende braucht Markwirtschaft

Deutschland muss für eine wirtschaftliche, sichere und umweltverträgliche Energieversorgung stärker auf marktwirtschaftliche Grundlagen setzen. Das unterstrich Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler auf einer Tagung mit Energieexperten in Berlin.

Windräder und eine Windradbaustelle auf dem Meer Private Investoren beteiligen sich am Ausbau von Offshore-Windanlagen Foto: EnBW / Matthias Ibeler

Rösler betonte, es sei wichtig, Vertrauen für Investitionen zu schaffen: Vor allem beim Netzausbau, dem Kraftwerksneubau und der Integration der erneuerbaren Energien.

Netzausbau kommt voran

Was den Netzausbau angeht, habe die Bundesregierung ihre Hausaufgaben gemacht, so der Minister. Für den Bau von Offshore-Windenergieanlagen konnten bereits private Investoren gefunden werden. Dies auch mit Hilfe der kürzlich von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Regelungen. Die Energiewende sei auf gutem Weg, betonte er.

Zukunft des Emissionshandels

Bundesumweltminister Peter Altmaier äußerte seine Besorgnis über den Preisverfall der Zertifikate im Emissionshandel. Er sagte: "Wir brauchen in diesem Frühjahr auf europäischer Ebene eine vernünftige Klarstellung über die Zukunft des Emissionshandels."

In diesem Zusammenhang verwies er auf hochmoderne Gaskraftwerke, die wenig Kohlenstoffdioxid ausstoßen. Sie würden als hochflexible Regelkraftwerke gebraucht, wenn die Energiewende gelingen soll.

Neues EEG notwendig

Beide Minister unterstrichen, die Notwendigkeit das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu novellieren. Wichtig sei dabei ein breiter Konsens. Es mache wenig Sinn, Regelungen zu verabschieden, die nach vier oder fünf Monaten wieder geändert werden müssten.

Die Kosten für die Förderung von Ökostrom seien durch den Ausbau der Energie aus Wind und Sonne explodiert. Das sehen die deutschen Verbraucher auf ihren Stromrechnungen: Da die Förderkosten auf die Stromrechnungen umgelegt werden, steigen die Preise.

"Wir brauchen ein neues EEG. Das neue EEG  wird auch nicht mit kosmetischen Korrekturen auskommen", betonte Altmaier. Wichtig sei es, dass Strom für alle bezahlbar bleibt.

Auf der Tagesordnung der 20. Handelsblatt Jahrestagung "Energiewirtschaft 2013" in Berlin standen alle Themen rund um die Energiewende. Über 1.200 Energieexperten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung diskutierten über Netzausbau, Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Kraftwerke und Emissionshandel.