Mittwoch, 23. Januar 2013
Afrika
Engagement in Benin gewürdigt
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die stabile demokratische Entwicklung in Benin gelobt. In Berlin sprach sie mit Präsident Thomas Boni Yayi unter anderem über die Entwicklungszusammenarbeit beider Länder und die Krise in Mali.
Stabiler und wichtiger Partner in Westafrika
Foto: Bundesregierung/Bergmann
Benin sei ein stabiler und wichtiger Partner Deutschlands in Westafrika, sagte die Bundeskanzlerin nach dem Gespräch mit Yayi. Der Präsident tue alles, "um die Korruption im Lande zu bekämpfen und bessere rechtsstaatliche Verhältnisse aufzubauen", so Merkel. Benin habe außerdem gute Fortschritte bei der "Umsetzung menschenrechtlicher Verhältnisse" gemacht. "Deshalb schätzen wir unsere Entwicklungszusammenarbeit auch sehr", sagte die Kanzlerin.
Deutschland werde versuchen, nicht nur die entwicklungspolitische sondern auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen, sagte Merkel. Yayi habe vor allem Interesse an Hilfe im Landmaschinenbau geäußert, weil die Landwirtschaft in Benin eine große Rolle spielt.
Yayi würdigte die Hilfe Deutschlands in den vergangenen Jahren. "Vielen Dank, Frau Bundeskanzlerin, für Ihre Bereitschaft gegenüber dem afrikanischen Kontinent", sagte der Präsident. "Wir werden alles tun, um uns dieses Vertrauens würdig zu erweisen." Er habe der Bundeskanzlerin unter anderem die Bemühungen seines Landes in den Bereichen der Infrastruktur und Bildung erläutert.
Austausch zur Lage in Mali
Yayi war nicht nur in seiner Funktion als beninischer Präsident im Kanzleramt zu Gast. Derzeit ist er auch Vorsitzender der Afrikanischen Union und hat als solcher "eine wichtige Funktion inne, was Mali angeht", so die Bundeskanzlerin. Deshalb habe man auch über den Konflikt dort und die deutsche Unterstützung bei der Ausbildung der malischen Armee gesprochen.
Beziehungen zu Benin
Die Bundesrepublik Deutschland unterhält seit 1960 diplomatische Beziehungen zu Benin (bis 1972 Dahomey). Schwerpunkt ist die entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Benin konzentriert sich auf die drei Schwerpunkte Dezentralisierung und Kommunalentwicklung, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Landwirtschaft.
