Donnerstag, 29. November 2012
Deutschland/Frankreich
Zehn Jahre deutsch-französisches Filmtreffen
Deutsche und Franzosen arbeiten im Bereich des Films seit Jahren erfolgreich zusammen. Eine wichtige Rolle spielt dabei "Das deutsch-französische Filmtreffen". An der Jubiläumsfeier des Vereins nahmen Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die französische Kulturministerin Aurélie Filippetti teil.
Staatsminister Bernd Neumann und die französische Kulturministerin Aurélie Filippetti
Foto: German Films/AGENCY PEOPLE IMAGE (c) Marko Greitschus
Eng sind die Beziehungen zwischen Deutschen und Franzosen in Filmbereich nicht nur auf Arbeitsebene: Kaum eine Komödie hat das deutsche Publikum in jüngster Zeit so begeistert wie "Ziemlich beste Freunde". Und das Schicksal von Christian Petzolds "Barbara" stieß auch im Nachbarland auf großes Interesse.
Als "Leitstern der erfolgreichen deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit" bezeichnete Kulturstaatsminister Bernd Neumann den Filmbereich auf einer Galaveranstaltung in Berlin. Im Beisein der französischen Kulturministerin Aurélie Filippetti wurde dort das zehnjährige Bestehen des Vereins "Das deutsch-französische Filmtreffen" gefeiert.
Ziel des Vereins ist es, Austausch und Zusammenarbeit im Bereich Film zwischen beiden Ländern zu fördern. Mit Erfolg, wie Kulturstaatminister Bernd Neumann in seiner Rede feststellte. Das Deutsch-französische Filmtreffen habe besonders zur Intensivierung der gemeinsamen Filmbeziehungen beigetragen, freute sich Neumann.
Gemeinsames Vorgehen in der Filmpolitik
Neumann nahm die Galaveranstaltung auch zum Anlass, das gemeinsame Vorgehen beider Länder in Fragen der europäischen Filmpolitik zu unterstreichen. "So haben meine Amtskollegin Filippetti und ich uns auf dem EU-Kulturministerrat Anfang dieser Woche gegenüber der Europäischen Kommission für eine uneingeschränkte Fortsetzung unserer nationalen Filmförderungen im Rahmen der neuen Kinomitteilung eingesetzt", erklärte Neumann.
Enge Zusammenarbeit in der Filmproduktion
Wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ist, belegen aktuelle Zahlen: In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 267 Filme in zwei- oder mehrseitiger Koproduktion hergestellt. 104 davon sind rein deutsch-französische Koproduktionen ohne Beteiligung eines Drittlandes.
Deutschland und Frankreich haben bereits vor Jahren ein Koproduktionsabkommen abgeschlossen. In einem weiteres Zusatzabkommen, dem Minitraité, haben sich beide Länder verpflichtet, gemeinsame Koproduktionsvorhaben finanziell zu fördern.
Deutsch-französische Weiterbildung
Auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung arbeiten Deutschland und Frankreich zusammen: Seit 2001 bieten die Filmakademie Ludwigsburg und die Pariser Filmhochschule "La fémis" in Kooperation mit der Londoner National Film and Television School im "Atelier Ludwigsburg – Paris" französischen und deutschen angehenden Filmproduzenten und Filmverleihern eine einjährige Fortbildung an.
Ein Programm, das praxisbezogenes Wissen über die europäische Filmwirtschaft vermittelt und inzwischen auf Studierende aus anderen europäischen Ländern ausgeweitet wurde.
