Montag, 26. November 2012
Weltklimakonferenz
Positive Signale für den Klimaschutz
Verhandlungen über ein neues internationales Klimaschutzabkommen stehen im Mittelpunkt der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Doha. Bis 2015 muss ein Konsens erreicht werden, denn das Abkommen soll ab 2020 in Kraft treten.
Ziel ist, die globale Erderwärmung zu begrenzen
Foto: BMU
Das Ziel, die Erderwärmung in den kommenden Jahrzehnten auf zwei Grad zu begrenzen, ist nach Meinung vieler Experten in akuter Gefahr. Es ist unerlässlich, dass mehr getan wird, um die Obergrenze einzuhalten.
Deutschland, so Bundesumweltminister Peter Altmaier, werde in Doha dafür eintreten, dass die Zahl der Staaten steige, die bis 2020 verbindliche Zusagen machen. Es soll auch diskutiert werden, welche Staaten ihre Ziele bis 2020 anheben können.
Außerdem wird sich Deutschland für Allianzen von Vorreiterstaaten einsetzen, um so mehr Klimaschutz anzustoßen. Es geht darum, die Ergebnisse von 2011 in Durban praktisch umzusetzen. Die Konferenz in Doha müsse positive Signale für weitere Verhandlungen aussenden, so Altmaier.
Arbeitsprogramm für neues Klimaschutzabkommen
Eine in Durban beschlossene Arbeitsgruppe soll ein Programm bis 2015 für die Verhandlung eines umfassenden Klimaschutzabkommens mit verbindlichen Minderungszielen für alle Staaten vereinbaren. Außerdem soll sie Maßnahmen beschließen zur weiteren Treibhausgasminderung vor 2020.
Deutschland will Klimaschutz-Vorreiter in Europa bleiben
In Doha geht es auch um eine ratifizierbare verlängerte Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll. Deutschland und die EU sind bereit, sich an internationale Regeln zu halten und das Kyoto-Protokoll mit einer zweiten Verpflichtungsperiode weiter zu führen. Dies gilt auch, obwohl der Kreis der Staaten, der sich beteiligt, begrenzt sein wird. Mit einer zweiten Verpflichtungsperiode wird eine Brücke hin zu einem neuen Klimaschutzregime von 2020 gebaut, an dem sich alle Staaten beteiligen.
Deutschland möchte gemeinsam mit der EU weiter Vorreiter beim Klimaschutz bleiben. Deshalb will sich Altmaier dafür einsetzen, dass das europäische Ziel zur Reduktion der Treibhausgase auf 30 Prozent erhöht wird und das Emissionshandelssystem verbessert wird.