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Dienstag, 6. November 2012

Wissenschaft

Neues Institut für Gesundheitsforschung in Berlin

Grundlagen- und klinische Forschung gehen zusammen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin arbeiten künftig Hand in Hand - unter einem organisatorischen Dach. Der Zusammenschluss ist einmalig in Deutschland.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und das Land Berlin setzen mit dieser Initiative Maßstäbe für die deutsche Wissenschaftslandschaft. Die internationale Gesundheitsforschung erhält in Berlin einen Anziehungspunkt für Top-Wissenschaftler und Nachwuchs-Mediziner aus aller Welt.

Finanzierung auf Zukunft ausgerichtet

Das "Berliner Institut für Gesundheitsforschung" erhält für die Jahre 2013 bis 2018 Forschungsgelder in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro aus. 90 Prozent kommen vom Bund und 10 Prozent vom Land. Außerdem fördert die Unternehmerin und Stifterin der Stiftung Charité, Johanna Quandt, die wissenschaftliche Arbeit des Instituts mit weiteren 40 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren.

Die bestehende Grundfinanzierung von Charité und Max-Delbrück-Centrums bleibt dabei weiterhin gewährleistet. Das Land Berlin sichert zu, nach Ende der Exzellenzinitiative ab 2018 weiterhin den Berliner Universitäten Mittel in bisheriger Höhe der Landesmittel zur Förderung der Spitzenforschung zur Verfügung zu stellen.

Berliner Forschungslandschaft setzt Maßstäbe

"Ein guter und bedeutender Tag für die Gesundheitsforschung und für die weitere Internationalisierung", sagte die Bundesforschungsministerin. "Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird neue Wege gehen: Die Hochleistungsforschung wird durchlässiger und die medizinischen Erkenntnisse sollen den Patienten schneller zugutekommen." So würden sich neue innovative Modelle für den wissenschaftlichen Nachwuchs auftun. "Attraktive Möglichkeiten, um Theorie und Praxis zu verbinden", so Schavan.

Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sieht mit der künftigen institutionellen Verbindung von Charité und Max-Delbrück-Centrums eine gestärkte Berliner Forschungslandschaft. "Durch die Kooperation zwischen Bund und Land entsteht ein beispielhaftes Modell für universitäre und außeruniversitäre Forschung", so Wowereit.