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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Museumsinsel

Archäologisches Zentrum eröffnet

Die Berliner Museumsinsel zählt zu den bedeutendsten Museumskomplexen der Welt. Platz für Werkstätten, Archive und Depots bietet das neue Archäologische Zentrum gegenüber der Insel. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat es eingeweiht.

"Das neue Archäologische Zentrum fasst nicht nur all jene Funktionen zusammen, die zum Betrieb eines modernen Museums gehören, wie Restaurierungswerkstätten, Archive oder Depots. Hier ist auch ein einzigartiges wissenschaftliches Forschungszentrum entstanden", erklärte der Kulturstaatsminister anlässlich der Eröffnung.

Mit der Einweihung des Archäologischen Zentrums sei ein weiteres Etappenziel des Masterplans erreicht. Er schreibe eine der schönsten Erfolgsgeschichten im Zuge der deutschen Wiedervereinigung, freute sich Neumann.

Plattform für Wissenschaftler aus aller Welt

Auf rund 6800 Quadratmetern entstand auf den so genannten Museumshöfen eine moderne interdisziplinäre Plattform für die fünf Berliner Archäologiemuseen: das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung, die Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und das Vorderasiatischen Museum.

Labore, Werkstätten und Forschungseinrichtungen bieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort optimale Arbeitsbedingungen. Untergebracht ist im Zentrum auch das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin. In der neuen archäologische Zentralbibliothek stehen Forschern aus aller Welt rund 150.000 Medien zur Verfügung.

Ein Angebot, das das Archäologische Zentrum zum Anziehungspunkt für Fachkollegen aus dem In- und Ausland, für Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs machen soll.

Offene Architektur fördert Erfahrungsaustausch

Realisiert wurde das Zentrum nach einem Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros harris + kurle architekten bda. Seine offene und transparente Architektur unterstützt die Idee des interdisziplinären Erfahrungs- und Ideenaustauschs.

Die Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro für die Baukosten und sieben Millionen Euro für die Ersteinrichtung wurden aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers finanziert.

Auf der Grundlage eines Masterplans wird die Berliner Museumsinsel seit mehreren Jahren zu einem modernen Museumskomplex weiterentwickelt. Drei der fünf großen Museumsbauten - die Alte Nationalgalerie, das Bode Museum und das Neue Museum - konnten inzwischen umfassend saniert und modernen Standards angepasst werden. 2010 wurden die restaurierten Kolonnaden mit den neu gestalteten Außenflächen der Öffentlichkeit übergeben. Das Pergamonmuseum wird seit 2008 abschnittsweise saniert. 2013 werden die Arbeiten in eine entscheidende Phase treten. Die Kosten für die Umsetzung des Masterplanes trägt der Bund.