Dienstag, 23. Oktober 2012
Nachhaltigkeitsforschung
Junge Nachwuchswissenschaftler gesucht
Nachhaltiges Leben und Wirtschaften ist eine globale Aufgabe. Der Forschung kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Deshalb investiert die Bundesregierung in junge Nachwuchswissenschaftler und verleiht die Auszeichnung "Green Talents Award".
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Zukunftsprojekt Erde: Forschen für eine nachhaltige Entwicklung
Foto: ESA
Gut die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute bereits in Städten. 2050 werden voraussichtlich 84 Prozent der Deutschen und mehr als zwei Drittel aller Menschen in einem urbanen Umfeld wohnen. Deshalb sind gute Ideen für nachhaltigen und zukunftsfähigen, städtischen Lebensraum so wichtig.
ZukunftsWerkStadt für nachhaltigen Lebensraum
Städte und Gemeinden sind entscheidende Akteure für die Entwicklung einer nachhaltigen Lebensweise. Im diesjährigen Wissenschaftsjahr "Zukunftsprojekt Erde" spielen sie deshalb eine entscheidende Rolle.
Im Rahmen der ZukunftsWerkStadt zum nachhaltigen Umbau der Städte fördert die Bundesregierung deshalb Projekte in 16 Städten und Landkreisen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern, Vertretern der örtlichen Wirtschaft und Politikern entwickeln Bürgerinnen und Bürger nachhaltige Konzepte in den Bereichen Verkehr, Ernährung, Luftqualität, Bildung oder Energieversorgung.
Konstanz strebt gemeinsam mit seinen Bürgern die "2.000-Watt-Gesellschaft" an. Norderstedt setzt sich zum Ziel, bis zum Jahr 2040 eine Nullemissionswerkstatt zu werden. Auch in Leutkirch im Allgäu engagieren sich die Bürger für erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz. Auf jeden der 22.000 Einwohner kommen knapp 1,4 Kilowatt Sonnenenergie. Langfristig will die Gemeinde den gesamten Strom für Privathäuser und Firmen vor Ort erzeugen. Erste Ergebnisse werden auf dem 9. FONA-Forum für Nachhaltigkeit vorgestellt.
"Green Talents" aus aller Welt
Deutschland ist weltweit einer der führenden Standorte für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Nachhaltigkeit zu verwirklichen, ist eine globale Aufgabe. Deshalb setzt das Bundesforschungsministerium im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel auf junge Wissenschaftler aus aller Welt.
Auf dem FONA-Forum zeichnete Bundesforschungsministerin Annette Schavan sie für ihre kreativen und intelligenten Lösungen in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltige Ressourcen- und Landnutzung sowie Energieeffizienz mit dem "Green Talents Award" aus. 25 junge Nachwuchswissenschaftler aus 20 Ländern von Brasilien bis Zimbabwe waren als Preisträger ausgewählt worden. Insgesamt hatten sich 331 junge Forscherinnen und Forscher aus 58 Ländern beworben.
Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die Prinzipien der Nachhaltigkeit in technische Lösungen und soziale Konzepte umsetzen. Zudem versuchen sie, die öffentliche Wahrnehmung über die Grenzen ihrer Heimatländer hinaus zu stärken.
Schon heute nimmt Deutschland weltweit eine Spitzenposition in der Nachhaltigkeitsforschung ein. Mit "Green Talents" wird diese gefestigt. Zugleich sorgt der internationale Austausch zwischen jungen High Potentials für neue Impulse im Bereich schwindender Energieressourcen und massiver Umweltverschmutzung.
