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Montag, 6. August 2012

Prävention

Auf Herz und Nieren geprüft

Ab einem Alter von 35 Jahren hat jeder gesetzlich Versicherte Anspruch auf eine Gesundheits-Vorsorgeuntersuchung. Im Abstand von zwei Jahren kann man sich überprüfen lassen. Auch die Hautkrebs-Früherkennung sollte nicht zu kurz kommen.

Blutdruckmessen beim Arzt Blutdruckmessen gehört dazu Foto: Burhard Peter

Mit einem Anteil von 67 Prozent waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs im Jahr 2010 die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Diese Krankheitsbilder werden eher mit älteren Menschen in Verbindung gebracht. Doch durch ungesunden Lebenswandel oder Veranlagung können bereits in jungen Jahren erste Probleme und Tendenzen auftreten.

Werden Risikofaktoren erkannt, besteht die Chance gegenzusteuern. Ist eine Krankheit bereits ausgebrochen, erhöht das frühe Erkennen die Heilungschancen oder vermeidet zumindest, dass sich der Zustand weiter verschlechtert.

Obwohl viele Untersuchungen, wie das Anschauen der Haut, das Testen einer Urinprobe oder das Blutdruckmessen harmlos sind, gehen nur wenige zur Vorsorge. Nur 21 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer nahmen beispielsweise 2008 an der Gesundheits-Vorsorgeuntersuchung teil. Weniger als die Hälfte der Frauen und nur 21 Prozent der Männer geht zur Krebsvorsorge. Unwissenheit, das Verdrängen möglicher Krankheit oder schlicht die Angst, dass etwas entdeckt werden könnte, sind Gründe.

Letztlich liegt die Verantwortung für die Gesundheit bei jedem Einzelnen. Gute Information und ein Ausbau der Leistungen sind Aufgaben der Politik und der Krankenkassen.

Aktuell arbeitet die Bundesregierung beispielsweise an einer besseren Früherkennung und Therapie von Krebserkrankungen. Durch einen Nationalen Krebsplan soll die Krebsfrüherkennung allgemein verbessert werden. Mehr Menschen sollen an der Vorsorge teilnehmen. Klinische Krebsregister sollen flächendeckend ausgebaut werden. Durch die Vernetzung soll die Qualität der Behandlung steigen.