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Mittwoch, 8. Februar 2012

Zukunftsprojekt ERDE

Unter dem Motto "Zukunftsprojekt ERDE" greift das Wissenschaftsjahr 2012 eine zentrale Frage unseres Lebens auf: Wie können wir durch den wissenschaftlichen Fortschritt und der Änderung unserer Lebensweise die Erde erhalten?

Familie mit Eltern und GroßelternBild vergrößern Im Einklang mit der Natur leben Foto: Dong Ha-Choe

Das 13. Wissenschaftsjahr gilt dem Erhalt des Planeten Erde. Dabei sind vor allem Bürgerinnen und Bürger gefragt. Sie sollen ihre Ideen und Erfahrungen einbringen. Vor allem in Städten und Kommunen stellen sich die Fragen einer nachhaltigen Entwicklung ganz konkret. Wie bauen und leben wir in der Zukunft und erhalten zugleich unsere Umwelt?

"ZukunftsWerkStadt"

Mit der Initiative "ZukunftswerkWerkStadt" werden in fast 30 Städten und Kommunen Ideenlabore angestoßen: Hier suchen Bürgerinnen und Bürger zusammen mit der Wissenschaft die Antworten für das Leben von morgen. Mit dieser Initiative eröffnete Bundesforschungsministerin Annette Schavan gemeinsam mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen das Wissenschaftsjahr 2012 in Berlin.

"Nur wenn wir die Kräfte bündeln, können wir etwas bewegen", sagte Schavan. Die Städte seien wesentliche Träger und Treiber für nachhaltige Entwicklungen.

Logo des Wissenschaftsjahrs 2012

Mit 3,5 Millionen Euro fördert die Bundesregierung Patenschaften zwischen Bürgern und Wissenschaft für den nachhaltigen Umbau von Städten und Gemeinden. "Forschung und Wissenschaft sind der Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden", so die Ministerin. "Wissenschaftler aus Universitäten und Forschungsinstituten werden die Bürger unterstützen, ihre Gemeinden nachhaltig zu gestalten."

Nachhaltigkeit vor Ort

Die Vorschläge für die Projekte sollen sich an der aktuellen Situation der Stadt und des Landkreises orientieren. Themen könnten sein:

  • Wohnen/Bauen
  • Arbeiten
  • Verkehr/Mobilität
  • Ernährung/Gesundheit
  • Konsum
  • Kommunikation

Städte und Landkreise können sich mit einem ausführlichen Konzept für die Fördermaßnahme bewerben. Bürger, Ratsvertreter, Verwaltungsmitarbeiter, Bürgervereine, lokale Medien und Forschungseinrichtungen sollen beraten und Ideen entwickeln.

Die ersten Ergebnisse werden im Herbst auf dem 9. Forum für Nachhaltigkeit vorgestellt. Die erarbeiteten Vorschläge und Konzepte können dann umgesetzt werden.

Wissenschaft und Öffentlichkeit

Wissenschaftsjahre sind Tradition. Seit dem Jahr 2000 versuchen die Wissenschaftsjahre den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft. Jeder soll informiert sein, was die Wissenschaft schon alles entdeckt hat.

Mehr als 1.000 Veranstaltungen

Das Wissenschaftsjahr bietet Veranstaltungen für jedermann: Konkrete Themen zeigen , was Nachhaltigkeit mit unserem täglichen Leben zu tun hat: Zum Beispiel das Wiederverwerten von Handys oder das Verwenden von Nahrungsmitteln für die Energieproduktion. Eine Forschungsbörse bringt Wissenschaft in die Schulen. Forscherinnen und Forscher zeigen Schülern, woran sie forschen und warum Forschung wichtig ist. In ihrer Region – in Klassenzimmer oder Labor. Geplant ist auch, dass das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" in rund 30 Städten in Deutschland und einigen Städten in Österreich anlegt. Die Ausstellung an Bord wird wieder eines der großen Projekte im Wissenschaftsjahr sein.

Die bisherigen Wissenschaftsjahre im Überblick:
- 2000: Jahr der Physik
- 2001: Jahr der Lebenswissenschaften
- 2002: Jahr der Geowissenschaften
- 2003: Jahr der Chemie
- 2004: Jahr der Technik
- 2005: Einsteinjahr
- 2006: Informatikjahr
- 2007: Jahr der Geisteswissenschaften
- 2008: Jahr der Mathematik
- 2009: Forschungsexpedition Deutschland
- 2010: Die Zukunft der Energie
- 2011: Forschung für unsere Gesundheit