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Mittwoch, 1. Februar 2012

Bürgerdialog der Bundeskanzlerin jetzt im Internet

Im Internet hat der Bürgerdialog der Bundeskanzlerin begonnen. Unter www.dialog-ueber-deutschland.de können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge für Deutschlands Zukunft machen und diskutieren. Angela Merkel lädt zum Mitmachen ein.

Bundeskanzlerin Merkel im Gespräch mit Bürgerinnen und BürgernBild vergrößern Gespräch über Deutschlands Zukunft - der Bürgerdialog Foto: Bundesregierung/Steins

Schon in den ersten Stunden des Dialoges sind mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einladung der Bundeskanzlerin gefolgt: "Ich lade Sie ein zum Dialog über Deutschlands Zukunft", sagt die Bundeskanzlerin in ihrem Grußwort zum Dialog, "Jetzt möchte ich mit Ihnen über Ihre Vorschläge im Internet diskutieren."

Der Bürgerdialog ist Teil des Zukunftsdialoges der Bundeskanzlerin. Unter dem Leitgedanken "Menschlich und erfolgreich. Dialog über Deutschlands Zukunft" sind konkrete Vorschläge für das kommende Jahrzehnt gefragt. Alle interessierten Internetnutzer sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Drei große Themen stehen im Mittelpunkt:

1. Wie wollen wir in Zukunft - in fünf bis zehn Jahren- zusammenleben?

2. Wovon wollen wir in Zukunft leben?

3. Wie wollen wir in Zukunft lernen?

Diese Fragen diskutiert die Bundeskanzlerin bereits seit Frühjahr 2011 mit mehr als 120 Fachleuten im Kanzleramt. Sie will aber nicht nur mit Wissenschaftlern und Praktikern sprechen, sondern auch die gelebten Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen einbeziehen. Ziel ist es, mehr Lebenspraxis in eine langfristig orientierte Regierungspolitik einzubringen.

So funktioniert der Bürgerdialog:
Eingereichte Vorschläge werden, sofern sie mit den Regeln des Bürgerdialogs vereinbar sind, vom Redaktionsteam freigeschaltet. Sie sind dann auf www.dialog-ueber-deutschland.de für alle sichtbar und können bis zum 15. April 2012 online kommentiert und bewertet werden. Die Absender der besten zehn Vorschläge - also diejenigen, die die meisten Stimmen der Netzgemeinde erhalten - werden am Ende des Zukunftsdialogs ins Bundeskanzleramt eingeladen. Voraussichtlich im September 2012 können sie dann mit der Bundeskanzlerin über ihre Ideen und Vorschläge sprechen. Die gleiche Einladung erhalten die Absender jener zehn Vorschläge, die von den unabhängigen Fachleuten des Expertendialogs und Mitarbeitern des Bundespressamtes nach fachlicher Prüfung als erfolgversprechend ausgewählt wurden.

Bürgergespräche in Erfurt, Heidelberg und Bielefeld:

Der Bürgerdialog im Netz wird von Bürgergesprächen vor Ort begleitet. Diese finden am 28. Februar in Erfurt, am 14. März in Heidelberg und am 28. März in Bielefeld statt. Jeweils 100 Bürgerinnen und Bürger können an den Gesprächen teilnehmen und Vorschläge zur Diskussion stellen.

Der Zukunftsdialog ist kein Theorieseminar. Ziel ist es, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über die Zukunft unseres Landes anzuregen. Der Dialog soll konkrete Handlungsvorschläge und Denkanstöße von Bürgern und Experten für die politische Arbeit bringen. Gute Ideen werden an die zuständigen Ministerien weitergeleitet.

Der Zukunftsdialogs schließt mit einem Buch unter Herausgeberschaft der Bundeskanzlerin. Es soll den Blick über den Dialog-Prozess und hinter die Kulissen ermöglichen.