Navigation und Service

Dienstag, 31. Januar 2012

Mehr Menschen erwerbstätig

Im Januar 2012 waren 3.082.000 Menschen arbeitslos. Das sind 264.000 weniger als vor einem Jahr.

Mechaniker überprüfen bei einem Turbinenhersteller die Schaufeln einer Turbine. Bild vergrößern Arbeitskräfte werden gesucht Foto: picture-alliance/dpa

Immer mehr Personen nehmen eine sozialversicherungspflichtige  Beschäftigung auf.

Rund eine halbe Million offene Stellen

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in allen Bundesländern und in den meisten Branchen. Das Statistische Bundesamt hat ausgerechnet, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 572.000 auf 41,47 Millionen gestiegen ist. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten hat im November 2011 um 52.000 abgenommen und betrug 4,88 Millionen. 

Die Bundesagentur für Arbeit hat hochgerechnet, dass im November 2011 rund 29 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bestanden. Dies waren 721.000 Arbeitsverträge mehr als im Vorjahr. Die Vollzeitbeschäftigung ist um 314.000 und die Teilzeitbeschäftigung um 397.000 Stellen gewachsen. 

Im Januar 2012 lag die Arbeitslosenquote in Deutschland bei 7,3 Prozent. Zwar ist die Arbeitslosigkeit vom Dezember 2011 zum Januar 2012 um 302.000 Personen gestiegen. Das ist hauptsächlich auf die Saison zurückzuführen. Aber der Anstieg fiel schwächer aus als in den Vorjahren. Demzufolge errechnet sich gegenüber Dezember 2011 sogar ein Rückgang von 34.000 Arbeitslosen. 

Arbeitslosenzahlen sind rückläufig 

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen um 264.000 ab. Im Januar 2012 liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Arbeitslosenversicherung um 123.000 unter der vor einem Jahr. In Ostdeutschland liegt die Arbeitslosenquote mit 11,9 Prozent höher als in Westdeutschland mit 6,2 Prozent. 

„Der Januar ist und bleibt der klassische Monat, in dem sich die Unternehmen mit Neueinstellungen zurückhalten. Zu Beginn des Jahres wirken sich zudem das Ende des Weihnachtsgeschäfts und witterungsbedingte Entlassungen aus. Gegenüber dem Vorjahres-Januar gibt es 264.000 Arbeitslose weniger, ein Minus von 8 Prozent. Der Blick auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zeigt: Zum Ende des letzten Jahres waren 1,3 Millionen mehr Menschen in Lohn und Brot als ein Jahr zuvor," sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zu der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Unterbeschäftigung hat wegen der Winterpause zwar zugenommen, ist im Vorjahresvergleich aber  rückläufig. Sie belief sich im  Januar auf 4.113.000 Menschen. Das sind 489.000 weniger als vor einem Jahr.  Zur Unterbeschäftigung zählen zum Beispiel Menschen, die an einer Fortbildung, vermittelt durch Arbeitsagentur oder Jobcenter teilnehmen oder erkrankt sind. Die Unterbeschäftigung vermittelt ein umfassenderes Bild, wie viele Menschen nicht im Arbeitsmarkt sind.  

„Die Arbeitsmarktentwicklung im Januar knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an. Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit hat rein jahreszeitliche Gründe. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben weiter deutlich zugenommen, und die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auf hohem Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. 

Die Januarwerte zum Arbeitsmarkt seit Einführung des SGB II in 2005.Im Januar 2005 betrug die Arbeitslosigkeit 5.037.142, 2006: 5.011979, 2007: 4.246.606, 2008: 6.659.297,2009: 3.488.805, 2010: 3.617.485, 2011:3.345.587, 2012: 3.081.706 Bild vergrößern Arbeitslosenzahlen Januar 2012 Foto: Bundesregierung

Arbeitskräfte werden gesucht 

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch: Im Januar 2012 wurden 452.000 Arbeitsstellen gemeldet, das sind 77.000 mehr als im Vorjahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Elektro, Energie, Metall, Maschinenbau, Logistik und Gesundheit. 

Kein Flash-Plugin vorhanden. Um diese Webseite darstellen zu können, wird der Adobe Flash Player ab Version 9 benötigt.