Dienstag, 27. Dezember 2011
Der Nationale Aktionsplan Integration
Um den Nationalen Integrationsplan zu konkretisieren und weiterzuentwickeln, hat die Bundesregierung jetzt den Nationalen Aktionsplan Integration beschlossen. Sein Ziel ist es, die Integration verbindlicher zu gestalten und die Ergebnisse der Integrationspolitik überprüfbar zu machen.
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Integration ist Chefsache
Foto: REGIERUNGonline/Kugler
Die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ist eine Schlüsselaufgabe der Bundesregierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Integration zur Chefsache erklärt und 2006 zum ersten Integrationsgipfel ins Kanzleramt eingeladen. Damals beschlossen die Teilnehmer, einen Nationalen Integrationsplan zu erarbeiten, der als Grundlage der Integrationspolitik dienen sollte.
Integration ist Gemeinschaftsaufgabe
Bei der Arbeit am Nationalen Aktionsplan Integration hat die Bundesregierung das bewährte Dialogprinzip fortgesetzt: Staat und Zivilgesellschaft – insbesondere zahlreiche Migrantenorganisationen – haben den Aktionsplan in elf Dialogforen gemeinsam erarbeitet: Nach dem Grundsatz: "Wir reden miteinander, nicht übereinander." Integration ist eine Gemeinschaftaufgabe.
Bund und Länder haben erstmals gemeinsame strategische und weitgehend auch konkrete Ziele vereinbart. Damit wird deutlich: Bund und Länder ziehen in der Integrationspolitik an einem Strang. Darüber hinaus haben Kommunen, Migrantenorgansiationen und andere Akteure mitgewirkt.
Die Weiterentwicklung des Nationalen Integrationsplans zum Nationalen Aktionsplan Integration ist von drei Grundsätzen geprägt:
- Mit dem Dialogprinzip werden die unterschiedlichen Akteure vernetzt, um gemeinsam die Grundlagen der Integrationspolitik zu entwickeln.
- Mit der Vereinbarung von konkreten und überprüfbaren Vorgaben werden die gemeinsamen Ziele der Integrationspolitik verankert.
- Die Überprüfung von realisierten Maßnahmen, trägt dazu bei, dass Integrationspolitik vorankommt.
Umfassende Themenpalette
Insgesamt behandelt der Nationale Aktionsplan Integration folgende Bereiche:
- Frühkindliche Förderung
- Bildung, Ausbildung, Weiterbildung
- Arbeitsmarkt und Erwerbsleben
- Migranten im Öffentlichen Dienst
- Gesundheit, Pflege
- Integration vor Ort
- Sprache, Integrationskurse
- Sport
- Bürgerschaftliches Engagement
- Medien
- Kultur
