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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Strategisches Ziel des Dialogforums

Die Bundesregierung will den Anteil des Personals mit Migrationshintergrund in Verwaltungen und Behörden erhöhen. Dabei geht es nicht um eine Bevorzugung.

Junge Migranten beim Lernen in der SchuleBild vergrößern Bewerberkreis für öffentlichen Dienst erweitern Foto: Burkhard Peter

Alle Bewerberinnen und Bewerber für den Öffentlichen Dienst werden unabhängig von Herkunft oder Geschlecht allein nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung eingestellt. Das gebietet die Verfassung.

Geeignete Bewerber finden

Mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst – das ist deshalb auch keine Frage von Quoten. Es kommt vielmehr darauf an, durch geeignete Ansprache den Bewerberkreis zu erweitern. Denn:

  • Viele Migranten wissen wenig über die Berufsperspektiven im Öffentlichen Dienst

    und interessieren sich selten für eine Tätigkeit in der Verwaltung.

  • Bei der Auswahl und der Einstellung gibt es bei den Behörden häufig Wissenslücken, zum Beispiel, wenn es um aufenthaltsrechtliche Fragen oder die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse geht.
  • Der öffentlichen Verwaltung fehlt es in vielen Fällen an Kenntnissen über mögliche kulturelle Unterschiede, die bei der Personalauswahl und der späteren beruflichen Entwicklung eine Rolle spielen.

Dialogforum „Migranten im Öffentlichen Dienst“

Die Arbeitsgruppe des Dialogforums „Migranten im Öffentlichen Dienst“ hat sich daher auf folgende Ziele verständigt:

  1. das Interesse am Öffentlichen Dienst bei Migrantinnen und Migranten zu steigern,
  2. Hemmnisse bei der Auswahl und Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern mit Migrationshintergrund abzubauen und
  3. die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst für die interkulturelle Vielfalt zu sensibilisieren.

Dazu hat die Arbeitsgruppe konkrete Maßnahmen beschlossen.