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Dienstag, 9. November 2010

Immer mehr junge Menschen gehen weltwärts

Viele Jugendliche treffen eine Entscheidung: Sie wollen Verantwortung übernehmen und dort helfen, wo Unterstützung dringend gebraucht wird. Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" steht ihnen dabei zur Seite.

weltwärts-Freiwilliger mit afrikanischen Jugendlichen in BurundiBild vergrößern weltwärts-Freiwilliger bei den "Burundikids" Foto: Philipp Ziser

Das Programm ist noch jung, aber „die Erfahrungswerte sind durchweg positiv“, sagte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Seit der Einführung vor zwei Jahren hat sich das Förderprogramm der Bundesregierung stark entwickelt. Inzwischen beteiligen sich 240 Entsendeorganisationen, mit deren Hilfe junge Menschen in über 80 Ländern zum Einsatz kommen.

Der Bundesminister verabschiedete den zehntausendsten weltwärts-Freiwilligen in Berlin. In erster Linie sei „weltwärts“ ein Lernprogramm. „Es sensibilisiert die Jugendlichen für entwicklungspolitische Themen und liefert Erfahrungen fürs ganze Leben“, so Niebel.

Evaluationsprozess läuft

Das noch junge Programm befindet sich derzeit in der Evaluierung, um im nächsten Jahr noch wirksamer zu werden. Grundsätzlich bewertet Niebel das Projekt schon jetzt als Erfolg.

Verbessert werden kann noch die Bandbreite der Teilnehmer. „Der durchschnittliche Freiwillige ist 20 Jahre alt und hat gerade das Abitur abgeschlossen“, sagte der Bundesentwicklungsminister. Künftig sollen Haupt- und Realschüler sowie Hochschul- und Berufsabsolventen stärker angesprochen werden.

Wer kann sich bewerben?

„weltwärts“ richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren, die nach Schule, Ausbildung oder Studium für 6 bis 24 Monate in Entwicklungsprojekten mitarbeiten.

Der Freiwilligendienst ist rund um den Globus möglich: in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und sogar Ozeanien. Die formalen Zulassungskritierien sind niedrig. Reife und Bereitschaft zum Engagement stehen im Vordergrund.

Den Freiwilligen entstehen keine Kosten für ihren Dienst in einem Entwicklungsland. Drei Viertel der Aufwendungen übernimmt der Bund. Den Rest steuern die jeweiligen Entsendeorganisationen bei. Unabhängig vom Geldbeutel soll jeder Jugendliche die Chance bekommen, sich am interkulturellen Austausch zu beteiligen.