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Mittwoch, 8. September 2010

Zusammenhalt im Familien- und Freundeskreis zählt  

Untersuchungen des Deutschen Alterssurveys belegen: Zwischen den Generationen gibt es einen starken Zusammenhalt. Immer mehr Menschen in Deutschland wollen sich Zeit für Verantwortung nehmen.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, stellte in Berlin neue Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys vor. Die Untersuchung gibt einen Überblick über die Lebenssituation älterer und alter Menschen in Deutschland.

Wichtigste Erkenntnis: Es gibt keinen Konflikt der Generationen. Der Zusammenhalt im Familien- und Freundeskreis ist für Ältere weiterhin von zentraler Bedeutung.

Der Deutsche Alterssurvey:
Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine umfassende Untersuchung der „zweiten Lebenshälfte“, also des mittleren und höheren Erwachsenenalters: Regelmäßig befragt werden Menschen ab 40 Jahren. Die Untersuchung liefert fundierte Daten zur langfristigen Beobachtung und Analyse von Alternsprozessen im gesellschaftlichen Wandel.  Der DEAS stellt Informationsgrundlagen für politische Entscheidungsträger und die interessierte Öffentlichkeit sowie Daten für die wissenschaftliche Forschung bereit. Die Studie wurde bisher in den Jahren 1996, 2002 und 2008 durchgeführt. Der DEAS wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Wichtige Ergebnisse

Die nunmehr dritte Befragungswelle hat unter anderem ergeben:

  • 2008 kümmerte sich jeder Siebte zwischen 40 und 65 Jahren um einen hilfe- und pflegebedürftigen Menschen. Jeder Dritte sorgte für einen nahen Angehörigen mit Pflegebedarf und immerhin jeder Fünfte für jemanden außerhalb des engsten Familienkreises.

  • Gerade ältere Menschen wollen sich engagieren: 28 Prozent der 40- bis 85-Jährigen, die nicht Mitglied eines Vereins, einer Gruppe oder Organisation sind, wären an einem Engagement interessiert.

  • 61 Prozent der 70- bis 85-Jährigen sind verheiratet - so viele wie noch nie, 89 Prozent haben Kinder und 77 Prozent Enkelkinder.

  • Gegenwärtig finden die meisten 40- bis 85-Jährigen emotionale Nähe und Unterstützung bei ihren Partnerinnen oder Partnern und ihren Familien. Parallel dazu wächst die Bedeutung von Freundschaft, Nachbarschaft und Kollegenkreis.

„Jung und Alt unterstützen sich in vielen Bereichen und nehmen sich Zeit für Verantwortung. Das macht mir Mut, dass wir den demografischen Wandel erfolgreich gestalten können", erklärte die Bundesfamilienministerin. Trotz zunehmender Mobilität seien Familien nach wie vor füreinander da.

Das sei vor allem für ältere Menschen wichtig, die auf Pflege angewiesen seien. „Deshalb werden gerade sie und ihre pflegenden Angehörigen von der Familienpflegezeit profitieren, die ich einführen möchte", so Schröder.