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Montag, 30. August 2010

Der Aufschwung setzt sich fort

Auch für den Herbst prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung einen Anstieg der Konjunktur. Das DIW-Konjunkturbarometer signalisiert für das dritte Quartal 2010 ein Wachstum von 0,9 Prozent. Erfreulich: Das Geschäftsklima im Mittelstand bleibt auf hohem Niveau.

„Die Konjunktur bleibt eindeutig aufwärts gerichtet“, erklärte DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner. Das saison- und preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt steigt mit 0,9 Prozent im Herbst deutlich stärker als der längerfristige Durchschnitt.

Robuster Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Sommer verliert die Erholung etwas an Fahrt. Das liegt unter anderem daran, dass die Bauwirtschaft nach dem harten Winter alle Aufträge abgearbeitet hat.

Gleichzeitig bescheinigt der DIW der privaten Nachfrage aber, dass sie wie schon zuletzt das Wachstum stützen wird: „Dazu trägt insbesondere die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt bei, die die Arbeitsplatzsicherheit erhöht“, so DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin.

Mittelstand weiter dynamisch

Das Geschäftsklima im Mittelstand ist der zentrale Indikator innerhalb des von KfW Bankengruppe und ifo Institut gemeinsam berechneten Mittelstandsbarometers. Er behauptet sein gutes Vormonatsniveau von 21,0 Saldenpunkten.

Dies war nach dem sehr guten Juli-Ergebnis nicht erwartet worden und geht mit verbesserten Beschäftigungserwartungen einher.

Mittelständisches Geschäftsklima im August

Wachstumsimpulse durch Haushaltskonsolidierung

Das DIW spricht sich dafür aus, die Staatshaushalte weiter zu konsolidieren und Unternehmen und Haushalte von der Nachhaltigkeit des finanzpolitischen Kurses zu überzeugen.

Die Wirtschaftsforscher stützen damit den Kurs der Bundesregierung: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) für eine Politik des „Maßhaltens“ ausgesprochen. In der aktuellen Situation gebe es keine Haushaltsspielräume, jede Verteilungsdebatte sei verfehlt, betonte Schäuble: „Alle Erfahrungen belegen, dass in Zeiten hoher Staatsverschuldungen, wie wir sie aufgrund der großvolumigen, krisenbedingten staatlichen Stützungspakete in vielen Ländern erleben, nachhaltiges Wachstum nur über nachhaltige Konsolidierung erreicht werden kann.“

Schäuble im FAZ-Gastbeitrag