Navigation und Service

Mittwoch, 12. Mai 2010

Wirtschaft im Euroraum wächst wieder

Das Wirtschaftsklima in dem für die Exportnation Deutschland so wichtigen Euroraum wächst wieder. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat in Luxemburg nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um 0,2 Prozent zu.

Container Terminal im Hamburger HafenBild vergrößern Foto: Sebastian Bolesch

Eurostat zufolge trug dazu vor allem das deutsche Wirtschaftswachstum bei. Es war mit ebenfalls 0,2 Prozent im ersten Vierteljahr stärker als erwartet.

Industrieproduktion zieht an

Auch die Industrieproduktion in der Eurozone entwickelt sich günstig. Wie Eurostat heute ebenfalls mitteilte, nahm sie in den 16 Euroländern im März gegenüber Februar um 1,3 Prozent zu – etwas mehr, als in der gesamten EU der 27 mit 1,2 Prozent.

Deutlicher wird der Aufwärtstrend im Vergleich zum Vorjahr: Verglichen mit März 2009 steigerte sich die Industrieproduktion in den Euroländern damit um 6,9 Prozent, in der EU insgesamt um sechs Prozent. 

Wirtschaftsklima hellt sich auf

Auch die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftsklima im Euroraum spiegelt diese positive Entwicklung wider. Der Indikator ist gegenüber dem ersten Vierteljahr 2010 um einen Punkt auf 102,3 Zähler gestiegen. Der von ifo zusammen mit der Internationalen Handelskammer in Paris ermittelte Wert liegt damit fast 10 Zähler über dem Vorjahreswert.

Auch die Einschätzung der aktuellen Lage durch die Unternehmen zieht langsam wieder an und liegt mit 78,2 Zählern 5,6 Punkte über dem ersten Quartal. Zuversicht herrscht hingegen in fast allen Euroländern über die Aussichten des kommenden halben Jahres. Die Inflationserwartungen liegen für dieses Jahr mit 1,5 Prozent nur leicht über dem Jahresdurchschnitt von 2009.

Konjunkturerholung wird sich fortsetzen

„Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird, allerdings verlangsamt“, resümiert ifo-Chef Hans Werner Sinn.