Navigation
DOSSIERS:
DIREKT ZU:
Service:
Sie sind hier: Startseite
Publikumsmagnet Leipziger Buchmesse
Fr, 19.03.2010
Foto: picture alliance / dpa
Gut besucht: die Leipziger Buchmesse 2010
Wie jedes Jahr dreht sich in Leipzig vier Tage lang alles um das Buch. Die Messe ist der wichtigste Treffpunkt der Buch- und Medienbranche im Frühjahr. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat sich dort über den Buchmarkt informiert und den Kurt-Wolff-Preis verliehen.
In ihrer Verbindung von Messe und Lesefest ist die Leipziger Buchmesse für große und kleine Literaturfans besonders attraktiv. Für rund 2.100 Aussteller aus 39 Ländern und die vielen Fachbesucher ist sie gleichzeitig einer der wichtigsten Branchentreffs.
"Die Leipziger Buchmesse hat als Dialog- und Kommunikationsplattform vor allem als Lesemesse einen festen Platz im Literaturbetrieb und ist aus gutem Grund alljährlich ein Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern", freute sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei seinem Rundgang.
Drehscheibe zwischen Ost und West
In Leipzig sind nicht nur die großen, sondern gerade auch zahlreiche kleinere Verlage vertreten. Sie stellen dort Neuerscheinungen und aktuelle Trends vor. Im Mittelpunkt stehen diesmal die junge deutsche Literatur und die Literatur Mittel- und Osteuropas.
Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der Literatur Südosteuropas. Geboten wird ein vielfältiges und interessantes Programm mit vielen Autoren und Übersetzern. Dazu hat die Messe mehr als 60 Mitwirkende aus 13 Ländern der Balkanregion eingeladen. Sie entdecken Leipzig mehr und mehr als wichtiges Forum für die Vorstellung von Neuerscheinungen. Höhepunkt der Reihe "Literatur aus Südosteuropa" ist die große Balkan-Nacht am 20. März.
10 Jahre Leipzig liest
Unter dem Titel "Leipzig liest" veranstaltet die Messe inzwischen schon zum zehnten Mal ein Lesefest, das große wie kleine Literaturfans begeistert. Angekündigt sind über 2.000 Veranstaltungen an mehr als 300 Orten
Kinder und Jugendliche mit dem Medium Buch vertraut zu machen, ist ein besonderes Anliegen der Messe. Deshalb spielen junge Leserinnen und Leser auf der Leipziger Buchmesse eine große Rolle. Fast ein Drittel des Gesamtprogramms wendet sich an den Lesenachwuchs.
Schwerpunkt "Comics"
Ein weiterer Höhepunkt sind die "Comics in Leipzig". Mit ihrer großen Auswahl an Angeboten zu Comics, Mangas, Animes, Fantasy und Rollenspielen hat sich die Messe zu einer der wichtigsten Adressen der Branche in Europa entwickelt.
Interessierte haben hier die Möglichkeit Autorinnen und Autoren zu treffen und einen Einblick über die aktuellen Entwicklungen der Comicbranche zu erhalten. Darüber hinaus bietet der Nachwuchszeichenpreis "Manga Talente" bisher noch unbekannten Zeichnerinnen und Zeichnern eine Plattform, um ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.
Es gibt was auf die Ohren
Erstmals sind nicht nur Hörbücher, sondern auch 20 Musikverlage auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Sie stellen sich in einem eigenen Ausstellungsbereich in Halle 5 vor. Präsentiert werden sowohl Musikliteratur als auch Noten. Eine besondere Attraktion ist das Musik-Café "Klang Quartier", das nicht nur zum Ausruhen, sondern auch zu musikalische Veranstaltungen einlädt.
Kurt-Wolff-Preis 2010
Foto: Messe Leipzig
Bernd Neumann neben Kurt-Wolff-Preisträger Klaus WagenbachMit dem Kurt-Wolff-Preis werden jedes Jahr auf der Leipziger Buchmesse unabhängige Verlage ausgezeichnet.
In diesem Jahr verlieh Kulturstaatsminister Bernd Neumann den Preis an den Verleger Klaus Wagenbach, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Der Förderpreis ging an den Dresdner Verlag Voland & Quist für sein Engagement im Bereich "Junge Literatur".
Die Kurt-Wolff-Stiftung fördert seit zehn Jahren die vielfältige Verlags- und Literaturszene. Gegründet haben sie unabhängige Verleger und der damalige Kulturstaatsminister Michael Naumann. Inzwischen wird sie von über 60 Verlegerinnen und Verlegern ehrenamtlich unterstützt. Die Stiftung vergibt jedes Jahr den mit 26.000 Euro dotierten Kurt-Wolff-Preis für das Lebenswerk, für das Gesamtschaffen oder ein herausragendes Verlagsprogramm eines deutschen oder in Deutschland ansässigen unabhängigen Verlegers. Der ebenfalls jährlich verliehene Förderpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Kurt-Wolff-Stiftung wird aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers jedes Jahr mit 75.000 Euro unterstützt. www.kurt-wolff-stiftung.de