Mittwoch, 23. März 2011
Riester-Rente weiterhin ein Renner
Wer seinen gewohnten Lebensstandard im Alter behalten möchte, muss zusätzlich vorsorgen. Viele Menschen erkennen das und setzen auf die Riester-Rente. Denn hier hilft der Staat beim Sparen.
Die Bürgerinnen und Bürger vertrauen der staatlich geförderten Altervorsorge. Über 300.000 neu eröffnete Riester-Sparkonten im letzten Quartal 2010 belegen dies eindrucksvoll. Auf das Gesamtjahr 2010 gesehen haben damit rund 1,1 Millionen Menschen neue Riester-Verträge abgeschlossen. Auch der "Wohn-Riester" verzeichnet weiterhin hohe Zuwachszahlen.
Bundessozialministerin Ursula von der Leyen sagte dazu: "Wir haben unser Rentensystem bewusst auf drei starke Säulen gestellt: Der Hauptpfeiler ist und bleibt die gesetzliche Rente. Mit der Rentengarantie im letzten Jahr und dem 2011 beginnenden Ausgleich behalten wir beide Seiten im Blick: die ältere Generation, die sich auf ihre Rente verlassen können muss, und die Beitragszahler, die wir nicht überfordern dürfen. Um den gewohnten und gewollten Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten zu können, muss zusätzlich vorgesorgt werden: privat mit der Riester-Rente oder über die betriebliche Altersversorgung, am besten sogar auf beiden Wegen. Das fördern wir mit Zulagen, Steuererleichterungen und dem Verzicht auf Sozialabgaben."
Insgesamt ist die Zahl der abgeschlossenen Verträge seit Einführung der Förderung im Jahr 2001 auf nunmehr gut 14,4 Millionen gestiegen (Stichtag: 31. Dezember 2010).
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Entwicklung der privaten Altersvorsorge
Foto: BMAS; Grafik: REGIERUNGonline
Lohnende Zulagen und Steuervorteile
Wer sich heute neu für eine Riester-Rente entscheidet, investiert bis zu vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens als Eigenbeitrag. Der Mindesteigenbetrag beträgt 60 Euro jährlich oder fünf Euro monatlich.
Der Staat unterstützt die Sparenden mit mindestens 154 Euro jährlich. Pro Kind werden 185 Euro gewährt. Und für jedes seit dem 1. Januar 2008 geborene Kind fließen sogar 300 Euro pro Jahr auf das Riester-Konto. Zugleich beträgt der höchstmögliche Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung 2.100 Euro.
Der Einstieg in die ergänzende private Altersvorsorge lohnt sich – gerade auch für Geringverdienende und Familien. Auch wer arbeitslos ist oder sich in Elternzeit befindet, erhält die Zulagen. Denn die Zulagen werden unabhängig vom jeweiligen Einkommen gezahlt.
Altersvorsorge durch Wohneigentum
Wer über Wohneigentum fürs Alter nachdenkt, für den ist die zusätzliche private Altersvorsorge abenfalls attraktiv. Rückwirkend seit 1. Januar 2008 gilt die Riester-Förderung für den Erwerb oder den Bau selbstgenutzter Wohnimmobilien ("Wohn-Riester").
Erfreulicherweise entscheiden sich immer mehr für eine solche Eigenheimrente. Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2010 waren das 81.000 Bürgerinnen und Bürger. Mit 294.000 Policen im Gesamtjahr 2010 hat sich die Eigenheimrente im Vergleich zu 2009 auf jetzt 491.000 Verträge mehr als verdoppelt.
Damit gehören Darlehensverträge für die Anschaffung und den Bau von Immobilien und Genossenschaftsanteilen zu den begünstigten Anlageprodukten. Allerdings nur, wenn die Wohnung selbst genutzt wird.
Initiative "Altersvorsorge macht Schule"
Ziel ist es, noch mehr Menschen auf die vielfältigen Sparmöglichkeiten für ihre Altersvorsorge aufmerksam zu machen. Die Bildungsoffensive "Altersvorsorge macht Schule" sorgt bundesweit für unabhängige Informationen.
An über 500 Volkshochschulen erklären erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung, wie eine finanzielle Absicherung im Alter aussehen könnte.
In den Kursen erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- mit wie viel gesetzlicher Rente gerechnet werden kann,
- wie der Staat die zusätzliche private und betriebliche Altersvorsorge fördert,
- welche Möglichkeiten es gibt, rein privat vorzusorgen,
- was Verbraucher vor Abschluss eines Vertrages beachten müssen.
Interessierte werden so zu Alterssicherungsexperten in eigener Sache – auch ohne Vorkenntnisse und ungeachtet individueller finanzieller Möglichkeiten.
Partner der Initiative sind neben der Bundesregierung die Deutsche Rentenversicherung, die Volkshochschulen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Verbraucherzentralen.
