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Vertrauen in die Riester-Rente trotz Wirtschaftskrise

Mo, 08.02.2010
In der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise vertrauen die Bürgerinnen und Bürger weiterhin der zusätzlichen und staatlich geförderten Altersvorsorge. So sind auch im vierten Quartal 2009 wieder rund 362.000 neue Riester-Sparkonten eröffnet worden.
Im Gesamtjahr 2009 stieg die Zahl der privaten Altersvorsorgeverträge damit um gut 1,1 Millionen auf nunmehr 13.253.000.
 
Auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erkennen Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit ergänzender Alterssicherung. Und der Staat hilft beim Sparen mit - durch Zulagen und Steuererleichterungen.
 
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen bekräftigt: "Aus gutem Grund ruht unsere Alterssicherung auf drei starken Säulen: der gesetzlichen Rente, der betrieblichen Alterssicherung und der zusätzlichen privaten Altersvorsorge". Die Reformen in der gesetzlichen Rente hätten dafür gesorgt, dass das Rentenniveau eine bestimmte Grenze nicht unterschreiten werde und andererseits die Belastung für die Jüngeren nicht ausufere, so die Ministerin weiter. Das geringe Rentenniveau müsse jedoch durch zusätzliche Altersvorsorge ausgeglichen werden: betrieblich, privat oder am besten beides.
 
Grafik zur Entwicklung der Riester-Rente Vergrößerung Grafik zur Entwicklung der Riester-Rente
Zum Stichtag, dem 31. Dezember 2009, sparen damit seit Einführung der Förderung im Jahr 2001 bereits mehr als 13 Millionen Menschen ergänzend per Riester-Vertrag für ihre Altersvorsorge.
 
Von der Leyen zeigt sich darüber erfreut: "Die positiven Zahlen zeigen, dass die Deutschen auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit sehr verantwortlich Vorsorge für ihr Alter treffen. Das ist ein gutes Signal. Ich wünsche mir, dass der Boom beim Riestern weiter anhält und wir mit 13 Millionen Riester-Verträgen noch lange nicht am Ende sind."
 

Lohnende Zulagen und Steuervorteile

 
Der Einstieg in die ergänzende private Altersvorsorge lohnt sich – gerade auch für Geringverdienende und Familien. Auch wer arbeitslos ist oder sich in Elternzeit befindet, erhält die Zulagen. Denn die Zulagen werden unabhängig vom jeweiligen Einkommen gezahlt.
 
Wer sich heute neu für eine Riester-Rente entscheidet, investiert bis zu vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens als Eigenbeitrag. Der Mindesteigenbetrag beträgt 60 Euro jährlich oder 5 Euro monatlich.
 
Der Staat unterstützt die Sparenden mit mindestens 154 Euro jährlich. Pro Kind werden 185 Euro gewährt. Und für jedes seit dem 1. Januar 2008 geborene Kind fließen sogar 300 Euro pro Jahr auf das Riester-Konto. Zugleich beträgt der höchstmögliche Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung 2.100 Euro.
 

Altersvorsorge durch Wohneigentum

 
Auch Wohneigentum fürs Alter wird als zusätzliche private Altersvorsorge gefördert. Rückwirkend seit 1. Januar 2008 gelten die Regelungen der Riester-Förderung auch für den Erwerb oder den Bau selbstgenutzter Wohnimmobilien.
 
Damit gehören Darlehensverträge für die Anschaffung und den Bau von Immobilien und Genossenschaftsanteilen zu den begünstigten Anlageprodukten. Allerdings nur, wenn die Wohnung selbst genutzt wird. Rund 200.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits für diese Form der Zusatzvorsorge entschieden.

Initiative "Altersvorsorge macht Schule"

 
Ziel ist es, noch mehr Menschen auf die vielfältigen Sparmöglichkeiten für ihre Altersvorsorge aufmerksam zu machen. Die Bildungsoffensive "Altersvorsorge macht Schule" sorgt bundesweit für unabhängige Informationen.
 
An über 500 Volkshochschulen erklären erfahrende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung, wie eine finanzielle Absicherung im Alter aussehen könnte. Kurse informieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  
  • mit wie viel gesetzlicher Rente gerechnet werden kann,  

  • wie der Staat die zusätzliche private und betriebliche Altersvorsorge fördert,  

  • welche Möglichkeiten es gibt, rein privat vorzusorgen,

  • was Verbraucher vor Abschluss eines Vertrages beachten müssen.
 
Interessierte werden so zu Alterssicherungsexperten in eigener Sache – auch ohne Vorkenntnisse und ungeachtet individueller finanzieller Möglichkeiten.
 
Partner der Initiative sind neben der Bundesregierung die Deutsche Rentenversicherung, die Volkshochschulen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Verbraucherzentralen.
 
 
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