Mittwoch, 27. Januar 2010
Freundschaft ohne Vergessen
Mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres hat der Bundestag am Internationalen Holocaust-Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Peres betonte die Bedeutung der „einzigartigen“ deutsch-israelischen Freundschaft. Gemeinsam gelte es, die Erinnerung an die Shoa wachzuhalten – und gleichzeitig den Blick nach vorn zu richten.
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"Wer Zukunft bauen will, darf nicht vergessen."
Foto: REGIERUNGonline/Kugler
„Deutschland hat eine immerwährende Verantwortung für diesen Teil der Geschichte“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits tags zuvor vor Holocaust-Überlebenden und deutschen Jugendlichen bekräftigt. Nur mit diesem Anerkenntnis lasse sich erfolgreich die gemeinsame Zukunft gestalten.
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Präsident Shimon Peres
Foto: REGIERUNGonline/Kugler
Auch Shimon Peres erklärte, wer eine neue Zukunft bauen wolle, dürfe die Vergangenheit nicht vergessen. Als erster israelischer Präsident sprach Peres zum Holocaust-Gedenktag vor dem Deutschen Bundestag.
Vor 65 Jahren, am 27. Januar 1945, hatten Truppen der sowjetischen Roten Armee das deutsche Konzentrationslager Auschwitz westlich von Krakau befreit. Seit 1996 ist der 27. Januar ein nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Initiative geht auf den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zurück, der befand: "Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen." Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer des NS-Regimes. Im Bundestag findet dazu alljährlich eine Gedenkstunde statt.
2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar auch zum internationalen Holocaustgedenktag.
