Erster Gipfeltag: G8 beraten die Schwerpunktthemen
Am ersten Tag treffen sich ausschließlich die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten. Sie werden zunächst über die Weltwirtschaft beraten. Hier geht es um eine Bestandsaufnahme: Wie haben die die zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise eingeleitet wurden. Später werden die G8 die Themen Klimawandel, Entwicklungspolitik und Afrika beraten. Bei einem Arbeitsabendessen werden die G8 außen- und sicherheitspolitischen Themen diskutieren.
Zweiter Gipfeltag: Heiligendamm-Prozess, Welthandel und Klimawandel
Der Morgen steht für bilaterale Gespräche zur Verfügung. Vormittags gibt es eine Arbeitssitzung der G8-Staaten mit den G5-Staaten Brasilien, Indien, China, Mexiko und Südafrika. Es wird in dieser Sitzung einen Abschlussbericht zum Heiligendamm-Prozess geben, der gleichzeitig auch eine zweijährige Verlängerung des Prozesses mit erweiterten Kompetenzen beinhaltet.
Stichwort: Heiligendamm-Prozess
An einem anschließenden Arbeitsessen werden auch internationalen Organisationen teilnehmen. Das sind die Uno, der Internationale Währungsfonds (IWF), Weltbank, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Internationale Energieagentur (IEA) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).
Nachmittags wird das Format der Beratungen wieder geändert: Es werden die MEF-Staaten teilnehmen. Das sind die Staaten, die sich am so genannten Major Economies Forum zum Thema Klimawandel beteiligen. Außer den G8 und den G5 sind das noch Korea, Australien und Indonesien. Dort wird allerdings zunächst der Welthandel und die Doha-Runde beraten.
Stichwort: Doha-Runde
Um den Klimawandel wird es anschließend im gleichen Format gehen. Daran werden zusätzlich der UN-Generalsekretär und Dänemark teilnehmen. Dänemark deshalb, weil es Ausrichter der UN-Klimakonferenz im Dezember dieses Jahres in Kopenhagen ist.
Dritter Gipfeltag: Entwicklungspolitik
Am letzten Tag geht es mit einem Arbeitsfrühstück der G8 mit dem Afrika-Outreach weiter. An diesem Outreach nehmen teil: Algerien, Nigeria, Senegal, Ägypten, Angola, Südafrika, Libyen und Äthiopien. Daran werden auch die anwesenden internationalen Organisationen teilnehmen. Thema ist hier die Entwicklungspolitik. Es wird einer Bestandsaufnahme geben, aber auch einen ersten Ansatz für die zukünftige Entwicklungspolitik.
Stichwort: Outreach
Anschließend gibt es eine Sitzung im MEF-Format. Diese wird noch einmal erweitert um Spanien, die Niederlande, die Türkei, die afrikanischen Länder und alle anwesenden internationalen Organisationen. Thema der Sitzung ist die Ernährungssicherheit. Es wird aber auch um die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Afrika gehen als einem neuen Schwerpunkt der Entwicklungspolitik.
Die Ergebnisse des diesjährigen G8-Gipfels wird die italienische Präsidentschaft unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi in einer abschließenden Pressekonferenz zusammenfassen.
