Dienstag, 1. Dezember 2009
Welt-Aids-Tag: Prävention und Solidarität
55.000 Männer und 12.000 Frauen leben hierzulande mit der Immunschwächekrankheit HIV/Aids. Das ist zwar die niedrigste Rate in Westeuropa – doch bei weitem kein Anlass zur Entwarnung.
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Unterwegs für Aufmerksamkeit und Respekt
Foto: REGIERUNGonline/Johannssen
Mit rund 3.000 Neuinfektionen in diesem Jahr scheint sich die Zahl der HIV-Diagnosen seit drei Jahren zu stabilisieren. Gleichwohl gilt es im Kampf gegen die Immunschwäche nicht nachzulassen. Daran erinnert der Welt-Aids-Tag der Vereinten Nationen seit 1988: weltweit und jedes Jahr am 1. Dezember.
In Deutschland lautet das Motto der Aktionen „Gemeinsam gegen Aids“. Mit dem Bundesgesundheitsministerium und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rufen die Deutsche Aids-Hilfe und die Aids-Stiftung die Menschen zum Engagement gegen die Krankheit auf.
Deutschland zeigt Schleife

Die Aktion „Gemeinsam gegen Aids“ will die Menschen zum einen motivieren, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Zugleich ruft das Bündnis quer durch die Gesellschaft zur Solidarität mit infizierten Menschen auf.
Zusammen mit mehreren hundert Aids-Botschafterinnen und -Botschaftern entrollte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler eine riesige Rote Schleife vor dem Brandenburger Tor.
„Wir werden weiter hart arbeiten müssen, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken“, so der Bundesgesundheitsminister vor der über 300 Quadratmeter großen Schleife. „Die Präventionserfolge der vergangenen Jahre bildeten dafür eine gute Basis."
Prävention wirkt
Nach wie vor ist Aids nicht besiegt, aber die Prävention wirkt. Benutzten im Jahr 2004 zu Beginn einer Partnerschaft noch 70 Prozent der Partner Kondome, so sind es heute schon 81 Prozent.
Das Bundesgesundheitsministerium fördert und unterstützt zahlreiche Maßnahmen zur Aids-Prävention. Mit Mitteln von 13,2 Millionen spricht die Präventionskampagne unterschiedliche Personengruppen und Zielgruppen an, um sie weiter zu sensibilisieren.
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Welt-Aids-Tag-Aktion
Foto: REGIERUNGonline/Johannssen
Auf die soziale Isolation von Menschen mit HIV/Aids machte in den vergangenen Wochen die Roadshow „Der Mensch in der Kugel“ aufmerksam. Nach Stationen in sechs großen Städten endet ihre Tour am Welt-Aids-Tag in Berlin.
