Mittwoch, 25. November 2009
Deutlich mehr Studienanfänger
Über 2,1 Millionen junge Menschen studieren an deutschen Hochschulen – mehr als je zuvor. Im Saarland geht dieses Jahr sogar ein doppelter Abi-Jahrgang an den Start.
Nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Zahl der Studierenden gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent zugenommen.
Mit diesem Ergebnis ist eines der von der Bundeskanzlerin auf dem Qualifizierungsgipfel vor einem Jahr formulierten Ziele mehr als erreicht. Danach sollen künftig 40 Prozent eines Jahrgangs studieren.
Für dieses Jahr ermittelten die Statistiker eine Quote von 43 Prozent. Damit steht bereits ein erster Erfolg für die am 16. Dezember von Bund und Ländern zu ziehende Zwischenbilanz der Gipfelbeschlüsse fest.
Im Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) nahmen rund 423.400 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf. Darunter waren 210.800 Frauen (50 Prozent). An den Universitäten immatrikulierten sich im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr Studienanfänger und -anfängerinnen. An den Fachhochschulen erhöhte sich ihre Anzahl um 9 Prozent.
Zwei von drei studieren an der Uni
Besonders viele junge Menschen begannen ein Studium im Saarland. Die Zunahme um 15 Prozent erklärt sich durch die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium und den dadurch bedingten doppelten Abiturientenjahrgang. In Bayern und Berlin nahmen jeweils 9 Prozent mehr Menschen ein Studium auf. Nur in Sachsen-Anhalt ging die Zahl zurück, insgesamt aber nur um ein Prozent.
Im gerade begonnenen Wintersemester 2009/2010 beträgt die Anzahl der Studierenden an den Hochschulen 2,129 Millionen. 68 Prozent davon studieren an Universitäten oder vergleichbaren Hochschulen, 32 Prozent an Fach- sowie Verwaltungsfachhochschulen.
Bundesbildungsministerin Schavan führt die verstärkte Nachfrage nach einem Studium auch auf den Hochschulpakt von Bund und Ländern zurück. Durch ihn werden im Zeitraum von 2007 bis 2015 zusätzlich 365.000 Studienplätze geschaffen.
