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Donnerstag, 19. November 2009

Konjunkturmaßnahmen zeigen Wirkung

Die krisengebeutelte Bauwirtschaft  nähert sich dem Ende des Tunnels. "Die Abwärtsspirale ist gestoppt.", zu diesem erfreulichen Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft in Berlin. 

Ein Fassadenmonteur bringt eine Platte zur Wärmedämmung an einem Rohbau an.Bild vergrößern Im Wohnungsbau bessert sich Lage weiter. Foto: picture-alliance/ dpa

Für das laufende Jahr gehen die Expertinnen und Experten wegen sinkender Investitionen noch von einer Schrumpfung von rund fünf Prozent aus. Im nächsten Jahr könnte die Bauwirtschaft aber bereits um zwei Prozent wachsen. Davon dürften weitere Wachstumsimpulse ausgehen.  

Weniger Aufträge aus der Wirtschaft

Die Rezession hat vor allem die Aufträge aus der Wirtschaft reduziert. Der Wohnungsbau zeigte sich stabiler. Hier schlugen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu Buche. Zu den Gründen zählen die Expertinnen und Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) die Fördermöglichkeit aus dem CO2-Gebäudessanierungsprogramm und die steuerliche Absetzbarkeit von haushaltsnahen Handwerksleistungen.

Das zweite Konjunkturpaket öffnet viele Türen

Die öffentlichen Bauvorhaben beginnen ihre Wirkung zu entfalten. Trotz der angespannten Kassenlage bei den Kommunen gilt der Impuls als beträchtlich. Für 2009 schätzen die Fachleute zusätzliche Bauausgaben in Höhe von rund vier Milliarden und für 2010 acht Milliarden Euro. Insgesamt werde der öffentliche Bau 2009 um etwa 13 Prozent und 2010 um gut neun Prozent wachsen.

Bessere Wachstumsprognose für Deutschland   

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland nach oben korrigiert. Im laufenden Jahr werde die Wirtschaft noch um 4,9 Prozent schrumpfen. Für 2010 erscheint aber ein Wachstum von mindestens 1,4  Prozent möglich. Die Juli-Prognose hatte noch weit unter der Ein-Prozentmarke gelegen. Antriebskraft für die anziehende Konjunktur seien die Exporte. Insgesamt sieht die OECD die Erholung aber noch als zu schwach, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern.