Mittwoch, 4. November 2009
Zusätzliche Belastungen für Opel-Mitarbeiter verhindern
Der amerikanische Automobilkonzern General Motors hat den Verkauf seiner europäischen Tochter Opel-Verkauf gestoppt. Die Bundesregierung drängt nun darauf, Arbeitsplätze im Unternehmen zu erhalten. Gefragt ist ein zukunftsweisendes Konzept für Opel.
Am 3. November hatte das Management von General Motors (GM) den lange vorbereiteten Verkauf des Traditionsunternehmens an ein Investorenkonsortium um den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna abgesagt. GM will Opel behalten.
Die Bundesregierung ist davon überrascht und bedauert die Entscheidung gegen eine Investorenlösung.
Tags darauf wurde bekannt, dass das Unternehmen rund 10.000 der 50.000 Opel-Arbeitsplätze in Europa streichen will. Die Beschäftigten an allen vier Opel-Standorten in Deutschland kündigten daraufhin für Donnerstag Proteste gegen die GM-Entscheidung an. Opel hat in Deutschland rund 25.000 Beschäftigte.
Erwartungen an General Motors
Regierungssprecher Ulrich Wilhelm äußerte die Erwartung, dass der Konzern seine europäische Tochter Opel nun aus eigener Kraft stärkt. Die dafür erforderlichen Anpassungen – auch bei den Beschäftigten – sollten so gering wie möglich ausfallen. Die zur Brückenfinanzierung gewährten Mittel von 1,5 Milliarden Euro erwartet der Bund fristgemäß zurück.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens dürfen die geänderten Pläne jedenfalls nicht mit weiteren Belastungen verbunden sein. Darüber zeigten sich tags darauf Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Chef des Opel-Konzernbetriebsrates Klaus Franz einig.
Das GM-Management forderten Merkel und Franz auf, jetzt so schnell wie möglich ein tragfähiges Konzept vorzulegen, wie es mit Opel weitergehen soll.
Über die weiteren Entwicklungen bei Opel will die Bundesregierung mit dem Betriebsrat des Unternehmens in engem Kontakt bleiben.
