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Mittwoch, 4. November 2009

Bedauern über General Motors' Entscheidung zu Opel

Der Verwaltungsrat des amerikanischen Automobilkonzerns hat überraschend den lange laufenden Investorenprozess für seine europäische Tochter abgebrochen. Jetzt erwartet die Bundesregierung die fristgerechte Rückzahlung der gewährten Finanzierungsmittel.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm erklärte zur Entscheidung des Verwaltungsrates von GM:

"Die Bundesregierung bedauert die Entscheidung des Verwaltungsrates von General Motors, Opel nun in eigener Regie zu restrukturieren und im Konzern zu behalten.

Mit dieser Entscheidung ist ein Investorenprozess abgebrochen worden, der über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten von allen Beteiligten – einschließlich GM – intensiv geführt wurde.

Das bis zuletzt auch von General Motors favorisierte Konzept von Magna und der Sberbank hat eine überzeugende industrielle Logik.

Die Bundesregierung erwartet, dass General Motors

  • den Konzern Opel in seiner Leistungsfähigkeit stärkt
  • die erforderlichen Anpassungen auf ein unverzichtbares Mindestmaß begrenzt und
  • die aus Mitteln der KfW und der Landesförderbanken ausgereichte Brückenfinanzierung von 1,5 Mrd Euro entsprechend den vertraglich vereinbarten Konditionen fristgerecht zurückzahlt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Wirtschaftsminister Brüderle gebeten, am Mittwoch im Kabinett zu Thema Opel zu berichten.“