Jetzt, wo keine akute Gefahr mehr bestehe, müsse beraten werden, was der Staat noch tun könne. Dabei gehe es jetzt vor allem um die Entsorgung "fauler Wertpapiere" in den Bankbilanzen. Die Bundeskanzlerin forderte dabei eine faire Lastenverteilung zwischen dem Steuerzahler und den Banken. "Wir müssen darauf achten, dass der Steuerzahler nicht die schlechten Risiken trägt und die Banken die guten."
Den Menschen Antworten geben
Sie forderte die Banken auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen. "Wir haben Menschen Antworten zu geben, die in ihrem Gerechtigkeitssinn zutiefst erschüttert sind", sagte die Kanzlerin. Die Menschen seien darüber erschüttert, dass unglaubliche Beträge notwendig seien, um systemwichtige Banken in der Krise zu stützen.
Daher müssten die privat agierenden Banken bereit sein, nach der Überwindung der Krise "einen Teil des Guten wieder dem Steuerzahler abzugeben." Bis dahin gab die Kanzlerin den Banken einen Rat: "Stellen Sie sich dem Gespräch, stellen Sie sich den Menschen. Und seien Sie nicht so empfindlich, wenn Sie kritisiert werden."
Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm an der Verabschiedung des Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Banken, Klaus Peter Müller, teil. Müller ist auch Aufsichtsratschef der Commerzbank. Sein Nachfolger ist Andreas Schmitz, Vorstandssprecher von HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG.

