Schnellnavigation

Startseite

Nationaler Krebsplan vorgestellt

Mo, 16.06.2008
Mit zunehmendem Alter steigt das Krebsrisiko. Und weil die Menschen immer älter werden, wird die Zahl der Neuerkrankungen weiter zunehmen. Der Nationale Krebsplan will unter anderem die Früherkennung und die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern.
"Mehr als 430.000 Menschen erkranken jährlich an Krebs. Jeder von uns kennt jemanden mit dieser Diagnose", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bei der Vorstellung des Nationales Krebsplanes in Berlin. Für viele bedeute die Diagnose Krebs, dass sich das Leben erst einmal ganz schlagartig verändere.
 
Dank verbesserter Diagnostik und Therapie können viele Krebsarten mit Erfolg behandelt werden. "Dennoch stehen wir bei der Krebsbekämpfung vor wachsenden Herausforderungen", so Schmidt.
 

Früherkennung erhöht Heilungschancen

 
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Früherkennung. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) können deshalb zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Dazu gehört künftig auch das so genannte Hautkrebs-Screening. Vom 1. Juli 2008 an können Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung durchführen lassen.
 
Das breite Früherkennungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung wird insgesamt jedoch noch viel zu wenig wahrgenommen: 2006 gingen nur knapp die Hälfte der Frauen und gar nur jeder fünfte Mann zu Früherkennungsuntersuchungen.
 

Langfristig angelegt

 
Der Nationale Krebsplan setzt das frühere "Gesamtprogramm zur Krebsbekämpfung" fort. Er ist auf eine langjährige Perspektive angelegt.
 
Konkret geht es in der ersten Phase (2009/2010) darum,  
 
  • die Früherkennung weiterzuentwickeln,

  • die onkologischen Versorgungsstrukturen und die Qualitätssicherung weiter auszubauen,

  • eine effiziente onkologische Arzneimittel-Therapie sicherzustellen und

  • die Patientenorientierung zu stärken.

  

Wie es weitergeht

 
Das Bundesgesundheitsministerium tritt in Kürze an die Länder, die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Leistungsbringer, die Wissenschaft sowie an Patientenorganisationen heran. Gemeinsam mit ihnen sollen umsetzungsfähige Maßnahmen entwickelt werden.
 
In den nächsten Phasen erarbeiten die Beteiligten zusätzliche Handlungsfelder. Das sind zum Beispiel die Primärprävention, die Krebsforschung oder der umwelt- und arbeitsplatzbezogene Krebsschutz.
 
Der Nationale Krebsplan wurde zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiiert. Weitere Partner kommen bei der Ausgestaltung und Umsetzung hinzu.
Logo Regierung Online